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Familie Betreuung Soziales

Förderung ehrenamtlicher Vormundschaften am Beispiel des Projekts proCuraKids in Bremen

Aufsätze · Beiträge · Berichte

Ausgewählte Ergebnisse einer prozessbegleitenden Evaluierung

Die Rechtsfigur der Amtsvormundschaft – d.h. die gesetzliche, durch Mitarbeiter_innen des Jugendamts wahrgenommene elterliche Sorge für Kinder und Jugendliche – wird in der Fachdebatte durchaus kritisch betrachtet, nicht zuletzt aufgrund mehrerer Todesfälle von unter Amtsvormundschaft stehenden Kleinkindern (vgl. Münder u.a., 2000, Hansbauer u.a., 2004, Zitelmann u.a., 2004): Kritisiert werden etwa die hohen Fallzahlen, die lediglich „Schreibtischvormundschaften“ (BMFSFJ, 2013, S. 356) zuließen und dazu führten, dass viele Mündel ihre_ n Vormund_in nie kennenlernten; die im Bundesländer- und Kommunenvergleich unterschiedlichen Qualitätsstandards und die institutionelle Zuordnung der Amtsvormundschaft zum Jugendamt, das zugleich Kostenträger ist, und die daraus unter Umständen entstehenden Interessenkonflikte. Als Abhilfe werden neben verbesserten gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen – teilweise umgesetzt in der Novellierung des Vormundschaftsrechts im Jahr 2011 – auch die stärkere Gewinnung und Nutzung persönlicher Einzelvormundschaften diskutiert. Dabei handelt es sich um Privatpersonen, die ehrenamtlich eine Vormundschaft für ein Mündel übernehmen, zu dem sie in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis stehen und das sie in der Regel vor der Vermittlung als Vormund_in noch nicht kannten.

In Bremen wird auf Initiative der Landessozialverwaltung und des Jugendamts seit 2007 unter dem Namen proCuraKids ein Projekt zur Anwerbung, Qualifizierung, Beratung und Begleitung ehrenamtlicher Einzelvormundschaften durchgeführt. Träger ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Bremen e.V. Der folgende Beitrag geht zurück auf eine zwischen Herbst 2012 und Frühjahr 2014 durchgeführte externe Evaluierung des Projekts und stellt ausgewählte Ergebnisse vor.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 3 / 2017 auf Seite: 90
Miriam Fritsche/Antje Krueger/Christian Spatscheck/Sabine Wagenblass/Thomas Wüst

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