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17.12.2018

E-Rechnung: Startschuss für die Zentrale Rechnungseingangsplattform des Bundes

Von: forum vergabe e.V.

Am 20.11.2018 haben das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gemeinsam mit dem Unternehmen SAP und der IT-Dienstleistungsgenossenschaft DATEV die „Produktivsetzung“ der Zentralen Rechnungseingangsplattform des Bundes (ZRE) bekanntgegeben. Als zentrale Rechnungseingangsstelle ermöglicht die neue Plattform den Unternehmen die elektronische Rechnungsstellung an die Empfängersysteme der unmittelbaren Bundesverwaltung.

Mehrmonatige Pilotphase

In einer mehrmonatigen Pilotphase hatte das BMI zuvor die Funktionsfähigkeit der ZRE getestet. Zentraler Bestandteil des Projektes ist die zukünftige „PEPPOL“-Schnittstelle, über die automatisiert Rechnungen übermitteln werden können. Das Kürzel „PEPPOL“ steht für das EU-Projekt „Pan European Public Procurement Online“, das vor Jahren von etlichen EU-Mitgliedstaaten auf freiwilliger Basis ins Leben gerufen worden war und inzwischen als offenes Projekt („Open PEPPOL“) fortgeführt wird. Neben dem Rechnungseingang über PEPPOL, der ab Mitte 2019 bei der ZRE genutzt werden kann, stand parallel auch die direkte Rechnungsverarbeitung mithilfe von Software für einen reibungslosen Ablauf im Mittelpunkt der Projektarbeit.

Elektronische Rechnung soll einfach erstellt werden können

Nach Überzeugung des Bundes ermöglicht die nun vorgestellte ZRE eine einfache Erstellung der elektronischen Rechnung über eine komfortable Oberfläche. Auch der Upload einer schon erstellten E-Rechnung ist möglich. Zudem werden weitere Eingangskanäle wie E-Mail, DE-Mail und der bereits angeführte Webservice mittels PEPPOL sukzessive das Angebot einer komfortablen Einreichung der E-Rechnung komplettieren.

Die ZRE setzt die Vorgaben des E-Rechnungsgesetzes des Bundes und der E-Rechnungsverordnung des Bundes um, die der Umsetzung der EU-Richtlinie zur elektronischen Rechnungsstellung in das nationale Recht dienen. Auf Basis des Bundesgesetzes zur E-Rechnung regelt die E-Rechnungsverordnung des Bundes Näheres zu den Anforderungen an die technische Beschaffenheit einer E-Rechnung im gesetzlichen Sinne sowie Einzelheiten zu Empfang und zur Verarbeitung elektronischer Rechnungen durch öffentliche Auftraggeber.

Ab dem 27.11.2018 ist die unmittelbare Bundesverwaltung verpflichtet, den Eingang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen zu ermöglichen. Für die übrigen Behörden des Bundes gilt die Regelung entsprechend ab dem 27.11.2019.

Neben der Bundesregelung wurden bzw. werden inzwischen auch Länderregelungen zur elektronischen Rechnungsstellung erarbeitet. Dabei kann es zu Abweichungen der Länderbestimmungen von der Bundesregelung in Einzelheiten kommen.

Zur zentralen Rechnungseingangsplattform des Bundes gelangen Sie hier.