60 Prozent mit Parkschaden am Auto

84 Prozent der Befragten waren nach eigener Einschätzung nicht selbst Schuld am Parkschaden

Fast 60 Prozent der Autobesitzer hatten schon mal einen Parkschaden am Fahrzeug. Das ist das Ergebnis einer repräsentative Umfrage von Yougov im Auftrag der DEVK unter mehr als 2000 Bundesbürgern ab 18 Jahren.

84 Prozent der Befragten, die schon einmal einen Parkschaden am Auto hatten, sagen, sie hätten ihn nicht selbst verursacht. In 60 Prozent der Fälle konnte der Verursacher nicht ermittelt werden. So geben 52 Prozent der Betroffenen an, selbst für den Schaden aufgekommen zu sein. In elf Prozent der Fälle hat die gegnerische Kfz-Haftpflicht gezahlt. Fünf Prozent der Parkschaden-Opfer haben die Reparatur über ihre eigene Kaskoversicherung abgerechnet. Fast die Hälfte der Parkschäden (48 Prozent) wurden nicht repariert. In jeweils 17 Prozent der Fälle wurde das beschädigte Teil ausgetauscht oder aufwendig in Stand gesetzt.

Und was sind die Gründe für die häufigen Parkschäden? 66 Prozent der Befragten vermuten Unaufmerksamkeit als Grund. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) halten Parkplätze und Parkhäuser für zu eng. Die Garagenverordnungen der Bundesländer schreiben eine Mindestbreite von 2,30 Metern vor. Vor 45 Jahren mag das noch bequem gewesen sein. Heutige Autos sind aber deutlich breiter. Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen empfiehlt deshalb eine Mindestbreite von 2,50 Metern. Es gibt allerdings nur wenige Parkhäuser, die dieses Kriterium erfüllen.

Als weitere Ursache für Parkschäden geben die Befragten Hektik und Stress an (47 Prozent), Fahrfehler (35 Prozent) sowie Verkehrsuntüchtigkeit des Fahrers etwa durch Alkohol, Drogen oder Übermüdung (16 Prozent). Nur zehn Prozent meinen, dass risikofreudiges Fahren ein Grund sein könnte. Schlechte Beschilderung oder Beleuchtung seien auch nicht häufig ein Grund(vier Prozent).

(Quelle: Automedienportal.net)