Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Von: Sabine Unterderweide, Fotografenmeisterin, Ettlingen

© Sabine Unterderweide,

© Sabine Unterderweide,

© Sabine Unterderweide,

© Sabine Unterderweide,

Wie aussagekräftige Beweisfotos entstehen – Teil 4: Hilfsmittel

Bei guten Lichtverhältnissen und deutlichen Schäden sind Fotos schnell und leicht gemacht. Bei schlechten Lichtverhältnissen oder weniger deutlichen Schäden helfen verschiedene Hilfsmittel.

Ein Hilfsmittel kann ein größeres Blitzgerät sein. Durch die stärkere Leistung lassen sich Fahrzeuge oder Fahrzeugteile besser ausleuchten (Fotos 1 und 2). Auch ein Stativ ist ein gutes Hilfsmittel bei schlechten Lichtverhältnissen, u.a., um längere Belichtungszeiten zu nutzen, ohne die Fotos zu verwackeln (Fotos 3 und 4). Stative gibt es in verschiedenen Größen und für verschieden schwere Kameras. Für Kompaktkameras reicht ein Mini-Stativ, für Spiegelreflexkameras ist ein stabileres Stativ notwendig. Die Hersteller geben deshalb an, bis zu welchem Kameragewicht der Stativkopf geeignet ist. Ob Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger ist der persönlichen Vorliebe überlassen.

Bei Aufnahmen von Dellen helfen gleichmäßig strukturierte Flächen. Spiegelt sich eine glatte strukturlose Fläche, ist keine Delle zu sehen (Fotos 5–7). Spiegelungen von strukturierten Flächen heben Dellen deutlicher hervor. Strukturierte Flächen können Metalltore, Zäune oder Wellblechwände sein (Fotos 8–10). Reflektoren mit Streifen oder Karomuster sind flexibler. Sie sind transportabel und somit überall einsetzbar (Fotos 11 und 12). Außerdem lassen sie sich so drehen, dass der Schaden optimal zu sehen ist (Fotos 13–19). Durch die gleichmäßige Struktur, die sich auf der verformten Fläche entsprechend verformt spiegelt, ist das Ausmaß des Schadens deutlich sichtbar. Um eine Spiegelung über die gesamte Fläche des Schadens zu erhalten, muss die eingespiegelte Fläche größer als der Schaden sein. Möchte man z.B. eine ganze Fahrzeugseite mit Streifenmuster einspiegeln, muss die Streifenfläche größer als die Fahrzeugseite sein.

Der Reflektor sollte gleichmäßig beleuchtet sein, damit sich das Muster gleichmäßig spiegelt. Bei Sonnenschein kann der Reflektor auch mit Gegenlicht genutzt werden (Fotos 20–23).

Kleine Schäden bis ca. 5 cm Durchmesser lassen sich mit einem gestreiften oder karierten Blitzaufsatz fotografieren. Dabei ist es wichtig, dass das Blitzgerät mit dem gemusterten Reflektor genau im 90°-Winkel zum Schaden ausgerichtet wird. Nur dann spiegelt sich das Muster des Reflektors direkt auf dem Schaden und nicht daneben (Fotos 24 und 25).

Ein weiterer wichtiger Faktor für eine deutliche Spiegelung ist eine ausreichende Schärfentiefe. Bei zu geringer Schärfentiefe sind die Spiegelung und damit der Schaden nicht deutlich sichtbar. Für ausreichende Schärfentiefe empfehle ich mind. Blende 8, bei Nahaufnahmen Blende 22. Umgekehrt kann man die geringere Schärfentiefe so einsetzen, daß z.B. Dellen angedeutet werden und Lackschäden deutlich sichtbar sind. Bei max. Schärfentiefe geht der Lackschaden u.U. im Muster unter (Fotos 26 und 27). 

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 06/2018.



Ein-/Ausblenden

Interesse an einem Abonnement?

Hier finden Sie alle Informationen zu

  • einem Jahres-abonnement mit Prämie

  • einem Kennenlern-Abonnement

    sowie

  • der Zusendung eines kostenlosen Probeheftes

Ihr Ansprechpartner

Ein-/Ausblenden

Waldemar Buczek

Tel.: (0221) 97668-333
Fax: (0221) 97668-344