BVSK-Honorarbefragung veröffentlicht

Von: Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

Die BVSK-Honorarbefragung 2018 liegt vor. Insgesamt haben sich auch 2018 etwa 95 % der BVSK-Mitglieder an der Honorarbefragung beteiligt.

Ergebnis


Das Ergebnis der Honorarbefragung 2018 ist letztlich die konsequente Fortschreibung der 2015 durchgeführten Honorarbefragung. Die Sachverständigen des BVSK haben zwischen 2015 und 2018 eine maßvolle Anhebung der Grundhonorare vorgenommen. Je nach Schadenshöhe liegen die Erhöhungen zwischen 5 % und 6 %. Dies entspricht im Wesentlichen dem Inflationsausgleich und berücksichtigt unter Umständen bei einigen Mitgliedern auch die Anpassung an die Rechtsprechung im Bereich der Nebenkosten.

Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der Kfz-Sachverständigen, die Dienstleistungen im Bereich der Achsvermessung, Karosserievermessung und Fehlerspeicherauslese mit eigenen Mitteln vornehmen, deutlich angestiegen. Darüber hinaus beauftragen viele Sachverständige im Rahmen der Gutachtenerstellung die Reparaturbetriebe, die o.g. Dienstleistungen im Auftrag des Sachverständigen durchzuführen. Diese Kosten sind in der aktuellen Honorarbefragung nicht berücksichtigt.

Parallel zur Honorarbefragung zwischen März und Oktober 2018 durchgeführte Befragungen bestätigen den Eindruck, dass die administrativen Anforderungen im Rahmen der Bearbeitung eines Gutachtenauftrages deutlich gestiegen sind. Es gibt kaum ein Gutachten, das heute erstellt wird, das nicht zu Nachfragen und insbesondere zu Kürzungen durch die sogenannten Kürzungsinstitute führt. Bislang werden diese zusätzlichen administrativen Kosten nicht geltend gemacht. Die moderate Preissteigerung macht dies deutlich.

Sollte die Praxis der Kürzungen ohne technische oder rechtliche Gründe weiterhin Bestand haben, wird dies zu einer deutlichen Erhöhung der Honorare führen – entweder durch Berücksichtigung des Mehraufwandes im Grundhonorar oder durch die Tatsache, dass der jeweilige Mehraufwand gesondert in Rechnung gestellt wird.

Erhebungssystematik

Der Fragebogen zur Honorarbefragung 2018 wurde den Mitgliedern des BVSK als elektronisches Dokument zur Verfügung gestellt. In 60 % aller Fälle wurde das Dokument elektronisch ausgefüllt. In etwa 40 % der Fälle erhielten wir das ausgedruckte und handschriftlich ausgefüllte PDF-Dokument. Die insoweit eingehenden Datensätze wurden in die elektronische Datenerfassung eingegeben.

Insgesamt wurden 809 Dokumente zur Verfügung gestellt. Mitglieder, die mehrere Betriebsstandorte haben, haben für alle Standorte nur ein Dokument abgegeben.

Genaue statistische Erhebungen über die Zahl der  Schadensgutachten, die durch Mitglieder des BVSK erstellt werden, liegen nicht vor. Soweit ein Abgleich mit den allgemeinen Abrufzahlen und den Veröffentlichungen anderer Marktbeteiligter möglich ist, wird hier von etwa einer Million Schadensgutachten ausgegangen.

Insoweit ist insbesondere – bezogen auf die Gruppe der freiberuflich tätigen Sachverständigen – eine repräsentative Befragung entstanden. Zweifelsfrei liegt die Zahl der Sachverständigen, die in Deutschland tätig sind, auch im Bereich der freiberuflichen Sachverständigen deutlich höher als die Zahl der BVSK-Mitglieder. Bezogen auf die Zahl der erstellten Schadensgutachten dürfte jedoch ein Marktanteil im Bereich der freiberuflichen Sachverständigen von 75 % erreicht sein.

Im Rahmen der Veröffentlichung der Daten wurde darauf verzichtet, die jeweils unterste und oberste Preisfindung zu berücksichtigen. Aus statistischen Gründen wurden sowohl im unteren wie im oberen Bereich je 5 % nicht veröffentlicht.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 01/2019.



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