Steuern sparen durch die Wahl der richtigen Abschreibungsmethode im Jahr 2019

Sachverständigenwesen

Mobile Wirtschaftsgüter nutzen sich ab und verlieren dabei an Wert. Im Steuerrecht wird dieser laufende Wertverlust durch „Absetzung für Abnutzung“ (AfA) berücksichtigt. Die Abschreibungen auf das Praxisvermögen des Kfz-Sachverständigen zählen zu den Praxisausgaben. Mit der Wahl der richtigen Abschreibungsmethode kann er den zu versteuernden Gewinn seiner Praxis optimieren. Leider verändert der Gesetzgeber laufend die Abschreibungsregeln. So sind beispielsweise seit 2011 keine degressiven Abschreibungen auf neue Investitionen mehr möglich.

Anschaffungskosten für Praxisgegenstände, die mehr als ein Jahr genutzt werden, sind mittels der Abschreibung auf die Nutzungsdauer zu verteilen. Die einzelnen Wirtschaftsgüter müssen in einem Anlageverzeichnis aufgeführt werden. Die Nutzungsdauer der einzelnen Praxisgegenstände ist zu schätzen. Orientierungshilfe bietet die vom Bundesfinanzminister herausgegebene Abschreibungstabelle. Davon ausgenommen sind die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter, die sofort in voller Höhe abgeschrieben werden können.

1. Sofortabschreibungen

Was die Sofortabschreibung anbetrifft, so hat der Steuerpflichtige ein Wahlrecht zwischen zwei Abschreibungsmethoden. Er kann zwischen einer Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 € (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG) und einer Sofortabschreibung für Wirtschaftsgüter bis 250 € in Verbindung mit einer Pool-Abschreibung für alle Wirtschaftsgüter zwischen 250 € und 1.000 € (§ 6 Abs. 2a EStG) wählen.

Außerdem sind an die Sofortabschreibung einige Bedingungen geknüpft. So heißt es in § 6 Abs. 2 EStG, dass die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, der Einlage oder der Eröffnung der Praxis in voller Höhe als Praxisausgaben abgezogen werden können, wenn sie, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 € nicht übersteigen.

Wer die Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250 € nach § 6 Abs. 2a EStG bevorzugt, muss alle Wirtschaftsgüter, deren Wert, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigt, unter Angabe des Tages sowie der Kosten der Anschaffung in einem Anlageverzeichnis erfassen (§ 6 Abs. 2 Satz 4 EStG). Das Anlageverzeichnis muss nicht geführt werden, wenn diese Angaben aus der Buchführung ersichtlich sind (§ 6 Abs. 2 Satz 5 EStG).

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 5 / 2019 auf Seite: 24
Dipl.-Vw. Dr. Hans-Ludwig Dornbusch, St. Augustin

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