Restwert – Immer noch ein Tabuthema

Recht

Es ist erstaunlich, dass das Thema Restwert noch immer bei vielen Kfz-Betrieben entweder ein Tabuthema zu sein scheint oder aber die Erkenntnis fehlt, dass eine Totalschadensabrechnung ein nicht unerhebliches Gewinnpotenzial bietet.

Die Restwertrechtsprechung des BGH hat sich in den Grundzügen seit 1993 nicht verändert. Im Haftpflichtschadensfall hat der Geschädigte das Recht, sein Unfallfahrzeug zu dem Wert zu veräußern, den ein von ihm eingeschalteter Kfz-Sachverständiger auf dem regionalen allgemeinen Markt ermittelt hat. Der regionale allgemeine Markt sind ausschließlich die örtlichen ansässigen Vertragshändler und seriösen Gebrauchtwagenhändler. Der sogenannte Sondermarkt – also auf Restwertkäufe spezialisierte Händler – ist nicht zu berücksichtigen.

Der BGH hat mit dieser Wertung ganz bewusst auf die Situation des Geschädigten im Schadensfall abgestellt. Der Geschädigte wendet sich üblicherweise vertrauensvoll an seine Werkstatt bzw. seinen Händler, um das Unfallfahrzeug zu verkaufen und um sich ein Ersatzfahrzeug zu besorgen. Ganz bewusst spricht der BGH hier von dem sogenannten Koppelgeschäft und natürlich geht der BGH davon aus, dass der Kfz- Betrieb mit dem Ankauf des verunfallten Fahrzeuges und mit dem Verkauf des Ersatzfahrzeuges Geld verdient. Wenn man diese Grundsätze verstanden hat, kann man sein Verhalten entsprechend ausrichten.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 4 / 2019 auf Seite: 29
Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

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