Die sogenannte Reparaturfreigabe durch den Kfz-Sachverständigen, den Versicherer und den Leasing-Geber

Sachverständigenwesen

Häufig findet man in einem Schadensgutachten den Hinweis „Reparaturfreigabe – ja“, „Reparaturfreigabe – erteilt“ oder auch in ablehnender Form „Reparaturfreigabe – nein“. Auch der Versicherer verwendet gelegentlich den Begriff der Reparaturfreigabe. Auch wenn die Wortwahl identisch ist, ist offensichtlich inhaltlich nicht dasselbe gemeint.

Die Reparaturfreigabe bzw. technische Reparaturfreigabe durch den Kfz-Sachverständigen

Der Kfz-Sachverständige ermittelt die Reparaturkosten, eine ggf. anfallende merkantile Wertminderung, den Wiederbeschaffungswert und den Restwert. Erreichen die ermittelten Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert, ist im Rechtssinne Totalschaden eingetreten.

Liegen die Reparaturkosten zuzüglich einer merkantilen Wertminderung ausweislich des Gutachtens unterhalb der sogenannten 130 %-Grenze (130 % des Wiederbeschaffungswertes), kann der Geschädigte sein Fahrzeug instand setzen lassen und erhält auf der Grundlage der schadensersatzrechtlichen Rechtsprechung des BGH unter bestimmten Voraussetzungen die Reparaturkosten in voller Höhe erstattet. Voraussetzung hierfür ist,

1. dass die prognostizierten Reparaturkosten zuzüglich merkantiler Wertminderung kleiner als 130 % des Wiederbeschaffungswertes sind,

2. dass das Fahrzeug sach- und fachgerecht nach den Vorgaben des Gutachtens instandgesetzt wird und,

3. dass das Fahrzeug grundsätzlich sechs Monate nach Reparatur weitergenutzt wird.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 6 / 2018 auf Seite: 21
Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

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