Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen

Sachverständigenwesen

Fortsetzung des Beitrags aus Heft 1/2019

Es ist gut, dass wir nicht in einem rechtsfreien Raum leben, und damit ist es auch immer eine Rechtsfrage, wenn es ums Geld geht. Nicht nur bei den Gerichtsverfahren hat man es deshalb primär mit einem „taktischen Geschehen“ zu tun. Das geht mitunter soweit, dass die Beteiligten einer rechtlichen Auseinandersetzung nur noch als „Figuren“ bezeichnet werden, und dass sich einige Juristen nur noch als „Funktionselemente“ des Rechtsstaats sehen.

Allgemein wird es als Aufgabe der Anwälte angesehen, dass sie sich mit allen legalen Mitteln für die Interessen ihrer Mandanten einsetzen. Sowie einmal der Bereich verlassen wird, in welchem ein vernünftiges (= konstruktives und faires) Miteinander möglich wäre, kann es hart zur Sache gehen. Zu den taktischen Registern gehört es deshalb immer wieder, dass der oder die Sachverständige gnadenlos angegriffen wird, wenn einer der Beteiligten sein Ziel elementar gefährdet sieht. Sofern dabei der legale Rahmen nicht verlassen wird, muss das einfach hingenommen werden. Da bleibt den Sachverständigen nur die Möglichkeit, zu lernen, wie man mit solchen, durchaus auch unverschämten Angriffen umgeht. Deshalb sollten hier einige ganz elementare Zusammenhänge einmal angesprochen werden:

Das Grundprinzip eines Angriffs ist, sein Gegenüber irgendwie zu überfordern. Sofern es nicht um physische Gewalt geht, gelingt das immer dann, wenn bei der angegriffenen Person keine Erfahrungen im Sinne einer Abwehrstrategie vorhanden sind. Diese notwendigen Erfahrungen macht jeder Mensch von Geburt an, und man kann und sollte an jeder problematischen Situation dazulernen – man lernt schließlich nie aus.

Kaum eine Überforderungssituation entsteht plötzlich, es geht nahezu immer etwas voraus, was mit Erfahrung so früh erkennbar gewesen wäre, dass es gar nicht zur Überforderung hätte kommen müssen. Nach einer Überforderung bleiben dann ungute Gefühle, die sich nicht vollständig verdrängen lassen und deshalb auch immer mal wieder in Erinnerung kommen.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 2 / 2019 auf Seite: 22
Christian Hoffmann, Kfz-Sachverständiger, Bad Salzuflen

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