Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen

Sachverständigenwesen

Fortsetzung des Beitrags aus Heft 3/2019

Wenn nur in irgendeiner Weise das Telefon gestört ist, löst das bei den meisten Menschen Nervosität oder Verärgerung aus. Es gehört schließlich zu den natürlichen menschlichen Bedürfnissen, dass sie mit ihren Mitmenschen kommunizieren können. Es ist schlimm, wenn man seine Freunde oder sonstige liebgewonnene Menschen nicht erreichen kann. Wir brauchen die positive Kommunikation, sie wirkt sich regelmäßig stabilisierend aus.

In einer spannungsgeladenen Situation kann man aber ganz allgemein sagen, dass die Freundlichkeit eines Gegenübers nichts mit persönlich positiver Zuwendung (= echter Verbindlichkeit) zu tun hat. Selbst die Freundlichkeit des Sachverständigen zum Kunden muss primär geschäftlicher Natur sein, sonst wäre seine Neutralität infrage gestellt. Die geschäftliche Freundlichkeit ist also nur eine eingeschränkte Verbindlichkeit, die sachliche Distanz muss stets gewahrt bleiben.

Insbesondere beim Einsatz im Gerichtsprozess hat die gefühlsmäßig unterliegende Partei keinen natürlichen Grund zur Freundlichkeit. Im normalen zwischenmenschlichen Wechselspiel signalisiert die Freundlichkeit schließlich ein Wohlwollen. Sie begünstigt den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, welches auch im Verhältnis eines Unternehmers zum Kunden zum Tragen kommt. Zum Beispiel werden die üblichen Bewegungen beim Grüßen einer anderen Person intuitiv als „Nichtangriffssignal“ verstanden.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 4 / 2019 auf Seite: 24
Christian Hoffmann, Kfz-Sachverständiger, Bad Salzuflen

Ein-/Ausblenden

Interesse an einem Abonnement?

Hier finden Sie alle Informationen zu

  • einem Jahres-abonnement mit Prämie

  • einem Kennenlern-Abonnement

    sowie

  • der Zusendung eines kostenlosen Probeheftes

Ihr Ansprechpartner

Ein-/Ausblenden

Waldemar Buczek

Tel.: (0221) 97668-333
Fax: (0221) 97668-344