Adieu, Autoland Deutschland

Sachverständigenwesen

Deutschland ist immer noch ein leistungsfähiger Industriestandort und neben dem Maschinen- und Anlagenbau ist die Automobilindustrie eine der Schlüsselindustrien, die Arbeitsplätze weit über die Produktion von Kraftfahrzeugen hinaus in den Bereichen Elektronik, Zulieferer, Verkehrsinfrastruktur – um nur einige zu nennen – schafft.

Die Faszination Automobil wird nachhaltig durch Spitzenprodukte der Autoindustrie geprägt, die sich zwar nicht jeder Autofahrer leisten kann, aber es handelt sich um Produkte, die auch bei denen Begeisterung auslösen, die sich ein „normales“ Fahrzeug leisten. Über Jahrzehnte löste das Automobil kaum Neiddiskussionen aus. Der Polo-Fahrer begeisterte sich am Porsche 911 und der Ford-Mondeo-Fahrer erfreute sich an einer Mercedes S-Klasse.

Die hohe Akzeptanz des Automobils hat auch damit zu tun, dass das Automobil Freiheit vermittelt – die Freiheit, Urlaubsziele zu erreichen und zu jedem Zeitpunkt von A nach B zu reisen. In einer Gesellschaft, in der die Hälfte der Bevölkerung auf dem Land lebt, wo es weder ein funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz noch Einrichtungen der Nahversorgung im ausreichenden Umfang gibt, ist das Automobil erforderlich, auch um den gesellschaftlichen Frieden zu erhalten.

Dass die Nutzung eines Automobils eine Belastung der Umwelt darstellt, ist nicht neu, aber zumindest kann man mit Stolz darauf schauen, dass es in den letzten Jahrzehnten gelungen ist, diese Belastungen deutlich zu reduzieren. Das Verbot von bleifreiem Benzin, die Einführung von geregelten Drei-Wege-Katalysatoren und die drastische Verbrauchsreduzierung sind nur einige wenige Aspekte. Ein VW Käfer als Massenfahrzeug der 60er Jahre verbrauchte 10 l verbleiten Kraftstoff oder mehr, heute fährt selbst ein Luxusfahrzeug mit 7 l bis 8 l. Messstationen, die nun aufgestellt werden, um Schadstoffausstöße zu messen, werden in jedem Bundesland nach unterschiedlichen Kriterien aufgestellt. Die Messungen, die registriert werden, gelten dennoch überall gleich.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 2 / 2019 auf Seite: 25
Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

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