34. Kfz-Sachverständigentag des BVSK in Potsdam

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Der 34. Kfz-Sachverständigentag des BVSK fand als absolutes Branchenhighlight der Kfz-Sachverständigen anlässlich des 60jährigen Verbandsjubiläums am 17. Mai 2019 erneut in Potsdam statt. Präsident Dirk Barfs begrüßte hochkarätige Referenten und freute sich, dass erneut mehr als 300 Teilnehmer den Weg zum Sachverständigentag gefunden haben.

Bereits am 16. Mai 2019 bewies die Firma cartv, dass sie das Wort Kundennähe ernst nimmt, da sie bereits zum dritten Mal die Besucher des Sachverständigentages zu einem zünfti- gen Come-together-Abend eingeladen hatte. Die Geschäftsführerin Anette Chassée und der Geschäftsführer Thorsten Böhm machten deutlich, dass sie die Einladung auch als Dank für die freiberuflichen Sachverständigen im BVSK sehen, die in den letzten 12 Monaten sehr häufig die Dienstleistungen der Firma cartv abgerufen hätten.

Der Sachverständigentag selbst wurde eröffnet durch ein politisches Referat von Wolfgang Bosbach, dem es in 45 Minuten gelang, das Auditorium immer wieder zu Beifallsstürmen zu motivieren. „Europa ist Zukunft. Wir sollten nicht alles kritisieren und nur Bedenken äußern, sondern an unsere eigene Kraft glauben. Etwas mehr Glauben an die eigenen Kräfte hilft auch Europa“, so Bosbach.

Dr. Oliver Klein, Richter im VI. Zivilsenat des BGH, hatte den schwierigen Part, nach der mitreißenden politischen Eröffnungsrede die schadenersatzrechtliche Rechtsprechung des BGH zu vermitteln. Dr. Oliver Klein machte zu Beginn deutlich, wie wichtig qualifizierte Sachverständigentätigkeit für die Justiz insgesamt ist. Er machte weiter deutlich, dass gerade bei der fiktiven Abrechnung der Sachverständige auch in Zukunft unentbehrlich sein wird.

Dr. Harald Neumann, Robert Bosch GmbH, warf mit den Teilnehmern des Sachverständigentages einen Blick in aktuelle zukünftige Entwicklungen des Automobils. Den Teilnehmern des Sachverständigentages wurde deutlich, dass viele Planungen schon weiter fortgeschritten sind, als dies heute wahrgenommen wird. Dr. Harald Neumann machte aber auch deutlich, dass diese Entwicklungen, die nicht mehr aufzuhalten sind, nicht nur Risiken bergen, sondern auch Chancen für die Branche, wenn sie bereit ist, sich tatsächlich mit den technischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

Rüdiger Burg, Vorstand der DEVK, richtete sich mit einem Vortrag an die Teilnehmer, der sich deutlich von den üblichen Schwarz-Weiß-Darstellungen unterschied. Er räumte ein, dass auch die Versicherungswirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten Fehler gemacht hat. Selbst der eigene Kunde wurde in der Regulierung als Gegner wahrgenommen. Dieses Verhalten ist teilweise auch heute noch feststellbar.

Er machte auch keinen Hehl daraus, dass die Tätigkeit des Kfz-Sachverständigen sich in Zukunft deutlich verändern muss und längst nicht in jedem Fall ein vollständiges Schadengutachten erwartet wird. Wichtig sei vor allen Dingen die Erkenntnis, dass alle Parteien erfolgreicher sein können, wenn sie bereit sind, trotz unterschiedlicher Auffassungen im Dialog zu bleiben.

Dr. Neofitos Arathymos, Geschäftsführer des ZDK, behandelte die Thematik Digitalisierung in der Kundenansprache. Jeder Teilnehmer des Sachverständigentages konnte aus diesem Vortrag Anregungen für seine Tätigkeit gewinnen. Bereits kleinere Änderungen im eigenen Verhalten erleichtern die unbedingt notwendige Kundenansprache.

Den Abschluss des Sachverständigentages bildete die Vorstellung der Chronik „Notare des Blechs“, ein Rückblick auf 60 Jahre Berufsverband BVSK. Diese Chronik wurde durch den Ehrenpräsidenten des BVSK Wolfgang Küßner erstellt, der krankheitsbedingt die Chronik leider nicht selbst vorstellen konnte. Seinen Part übernahm der BVSK-Geschäftsführer Rechtsanwalt Elmar Fuchs, der einen Bogen spannte zwischen dem ersten Kongress des BVSK 1960 in Wiesbaden und dem 34. Kfz-Sachverständigentag in Potsdam.

Der Geschäftsführer der BVSK IT GmbH Timo Bons machte deutlich, dass ein langer Weg zurückgelegt wurde zwischen der Gründung der BVSK Datenverarbeitungs- GmbH in den sechziger Jahren und den Ergebnissen der Arbeit der BVSK IT GmbH heute.

Dirk Barfs bedankte sich in seinen Schlussworten bei allen Referenten und bei den Teilnehmern des Sachverständigentages, die nicht zuletzt aufgrund der spannenden Vorträge vollzählig im Saal geblieben waren. Ein besonderer Dank galt auch den zahlreichen Ausstellern, die die Veranstaltungstage für einen Dialog mit ihren Kunden genutzt haben.

Der Sachverständigentag endete traditionell mit dem Festabend, der einige Highlights bot und der sicher in der Erinnerung der Teilnehmer bleiben wird.

Am nächsten Tag fand die traditionelle Jahreshauptversammlung des BVSK statt, bei der Vorstandswahlen anstanden. Dirk Barfs wurde mit eindrucksvollem Ergebnis erneute zum Präsidenten des BVSK gewählt. Gemeinsam mit seinem Vorstand, dessen Mitglieder gleichfalls mit überragendem Ergebnis gewählt wurden, wird man die Herausforderung der kommenden drei Jahre angehen. Dirk Barfs und Geschäftsführer Elmar Fuchs bedankten sich für das Engagement der Mitglieder und versprachen, 2020 für einen gleichfalls spannenden Kfz-Sachverständigentag, der dann im September in Köln stattfinden wird, zu arbeiten.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 4 / 2019 auf Seite: 5
Red.

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