Enorme Bandbreite bei Stundenverrechnungssätzen

Recht

Gelegentlich ist man überrascht, wie groß die Bandbreiten bei Stundenverrechnungssätzen für Karosserie und Lack sind. Selbst innerhalb markengebundener Betriebe sind Differenzen in Höhe von 100 % keine Seltenheit. Frankfurt/M., München und Hamburg bilden hier oft die obere Grenze, während Regionen insbesondere im ländlichen Raum sowie in Norddeutschland die untere Grenze bilden.

Die betriebswirtschaftlichen Gründe liegen auf der Hand: Lohn- und Mietkosten und vieles andere mehr sind Faktoren für die erheblichen Differenzen beim Stundenverrechnungssatz. Auch wenn die Rechtsprechung, die sich mit der Frage der Angemessenheit des Stundenverrechnungssatzes sowohl für den konkreten als auch für den fiktiven Abrechnungsbereich befasst hat, eindeutig ist, so bleiben doch Risiken – sowohl für den unteren als auch für den oberen Bereich.

Investitionen und Stundenverrechnungssatz

Betrieben in Regionen mit einem eher geringen Stundenverrechnungssatz fällt aufgrund der Wettbewerbssituation eine oft betriebswirtschaftlich notwendige Erhöhung des Stundenverrechnungssatzes schwer, was es dann allerdings schwierig macht, eigentlich technisch notwendige Investitionen zu finanzieren. Investitionen in Elektronik, Elektromobilität oder Karosserievermessung lösen in infrastrukturschwachen Regionen kaum geringere Kosten aus als in den Ballungsgebieten.

Werden die Investitionen jedoch nicht getätigt, können unter Umständen Vorgaben des Herstellers nicht mehr erfüllt werden oder es geht schlichtweg Kompetenz verloren – mit der Konsequenz, dass letztlich Kunden hochkomplexer Fahrzeuge nicht gehalten werden können.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 5 / 2018 auf Seite: 19
Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

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