Der Kfz-Sachverständige

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Die aktuelle Ausgabe "Der Kfz-Sachverständige" - Heft 1/2018

Inhalt 

Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen

Achtung: Regulierungsfallen

Auszüge aus der Rechtsprechung zur Befangenheit 2017

Aus dem Editorial:

Elmar Fuchs

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Rückblick auf das Jahr 2017 ist man geneigt, die Frage zu stellen, was sich im Schadensjahr 2017 alles ereignet hat. Der Rückblick fällt durchwachsen aus, was das zu Ende gegangene Jahr allerdings nicht von den früheren Jahresrückblicken unterscheidet.

Zweifelsfrei überschattet wurde das Jahr 2017 durch die sogenannte Abgasthematik, die in Deutschland zu mindestens 10.000 Klagen gegen VWBetriebe und den Hersteller geführt hat. Die Gerichte werden sich sicher noch weit über 2020 hinaus mit diesen Fragen zu befassen haben. Die Auswirkungen führen zweifelsfrei zu einer erheblichen Beschleunigung der seit Jahren erkennbaren Veränderungsprozesse in Automobilhandel und -handwerk und damit verbunden natürlich auch im Kfz- Sachverständigenwesen und in der verkehrsrechtlich tätigen Anwaltschaft.

Neue Antriebskonzepte in Verbindung mit neuen Mobilitätskonzepten wären in der jetzt festzustellenden Dynamik ohne Dieselaffäre nicht eingetreten.

Die Kündigung der Händlerverträge bei VW wird zu einer Verringerung der selbstständigen Handelsbetriebe führen und damit im Ergebnis auch zu einer Verringerung der Mandatsvermittler für Anwälte und der Auftragsvermittler für Kfz-Sachverständige.

Neue Anbieter, wie Sixt-Leasing, werden zu Handelspartnern, und Automobilhersteller befassen sich mit neuen Full-Service- Leasingkonzepten.

Bei diesen Entwicklungen gerät das klassische und seit vielen Jahren bekannte Schadensmanagement diverser Versicherer in den Hintergrund – aber dies völlig zu Unrecht!

Unter Außerachtlassung sogar eines Rests von Anstand propagiert die HUKCOBURG die Analogie der Mietwagenrechtsprechung auf die Sachverständigenbeauftragung. Die HUK-COBURG schlägt in ihren Pilotregionen Saar und Bayern von ihr selbst ausgewählte Sachverständigenbüros vor, die angeblich jeden Schaden für 280,00 € brutto begutachten.Beauftragt nun der Geschädigte einen Sachverständigen seines Vertrauens, reguliert die HUK-COBURG auf der Basis der von ihr vorgeschlagenen 280,00 €.

Traurig, dass Qualität mit Füßen getreten wird und das Ziel der Einsparung von Sachverständigenkosten offenbar jedes Mittel erlauben soll.

Eine namhafte Überwachungsorganisation plant den Einsatz von Videokameras, mit denen Prüfingenieure quasi nebenbei Schäden aufnehmen sollen. Die höchstpersönliche Gutachtenerstellung als Grundpfeiler korrekter Sachverständigentätigkeit bleibt so auf der Strecke.

Zum Ende des Jahres überraschten bestimmte Kreise die Sachverständigenwelt mit der Idee, einen Ingenieurverein mit der Erarbeitung einer VDI-Richtlinie für das Berufsbild des Sachverständigen zu betrauen – nicht erkennend, dass damit die Schwierigkeiten im Sachverständigenwesen nicht etwa gelöst, sondern verstärkt werden. Wer am Ende des Jahres nicht weihnachtlich dachte, muss zu dem Ergebnis kommen, dass genau diese Zielsetzung am Ende sogar beabsichtigt ist.

2017 hat auch eine Strategie der Versicherer erkennen lassen, durch Kürzungen in nahezu allen Bereichen den Bearbeitungsaufwand in der Schadensbearbeitung aus Sicht des Anwalts dramatisch zu erhöhen. Die Strategie scheint klar zu sein. Da sich die Anwaltsgebühren nicht verändern, wird die Unfallschadensabwicklung aus Sicht des Verkehrsrechtsanwalts zunehmend wirtschaftlich unattraktiv und zugleich wird ein Keil zwischen Autohäuser und Anwaltschaft getrieben. Hiergegen wird sich auch 2018 mit aller Schärfe zur Wehr zu setzen sein.

Am Ende bleibt 2017 auch deshalb interessant, weil die Zahl der Verkehrsunfälle – trotz oder möglicherweise sogar wegen der Fahrzeugelektronik – angestiegen ist. Zudem rächt sich zunehmend der Druck, den interessierte Kreise auf die Reparaturkosten ausüben. Wer als Vertrauensbetrieb die Stunde für 50 % seines normalen Stundenverrechnungssatzes anbietet, wird mit Sicherheit 2018 seine „normalen“ Stundenverrechnungssätze weiter erhöhen müssen, um zu überleben.

Interessant scheint aber auch zu sein, dass selbst eine HUK-COBURG trotz oder vielleicht auch wegen des brutalen Drucks, den sie im Preisbereich ausübt, ihre Erfolgsmeldungen relativiert hat.

2017 bleibt also ein durchaus denkwürdiges Jahr, das uns irgendwann einmal wieder einfallen wird, wenn wir an die Zeiten zurückdenken, in denen sich die automobile Welt spürbar und nachhaltig verändert hat.

Ihr

Elmar Fuchs

Der KFZ-SV Ausgabe 1 / 2018

Editorial

Editorial
....Seite 1 

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Rückblick auf das Jahr 2017 ist man geneigt, die Frage zu stellen, was sich im Schadensjahr 2017 alles ereignet hat. Der Rückblick fällt durchwachsen aus, was das zu Ende gegangene Jahr allerdings nicht von den früheren Jahresrückblicken unterscheidet.

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mehr... Elmar Fuchs

Meldungen

„Auto Trophy 2017“: BMW und Skoda am erfolgreichsten
....Seite 3 

Das Fachmagazin „Auto Zeitung“ hat gemeinsam mit seinen internationalen Partnerzeitschriften und Onlineportalen seine Leser zur Wahl der „Auto Trophy 2017 – World‘s Best Cars‘“ aufgerufen. Die über 40.000 Teilnehmer konnten in über ein Dutzende Fahrzeugklassen und zwei Sonderkategorien über ihre...

 
mehr... Red.
Synthetische Kraftstoffe können Verbrennungsmotor retten
....Seite 3 

„Welcher Antrieb sich künftig durchsetzen wird, kann heute noch niemand mit Sicherheit sagen. Zumal der Ver-brennungsmotor mittel- und langfristig eine klimaneutrale Perspektive bietet – durch den Einsatz synthetischer Kraftstoffe“, erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der...

 
mehr... Red.
Nutzfahrzeug-Report: Jeder fünfte Lkw mit erheblichen Mängeln
....Seite 4 

Besonders bei älteren Kleintransportern und leichten Nutzfahrzeugen deckt die technische Überwachung durch die entsprechenden Organisationen in Deutschland immer wieder „erhebliche Mängel“ auf. Mit dieser Beurteilung fallen mehr als 20 Prozent der Lkw durch die Hauptuntersuchung (HU), wie der...

 
mehr... Red.

Technik

Mazda6 SKYACT IV-G 145 FWD /Volvo XC40 T5 AWD Automatik
....Seite 5 

 

 
Red.

Sachverständigenwesen

Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen
....Seite 7 

Im beruflichen Alltag hat es der Sachverständige primär mit Themen und Ansprüchen zu tun, die sich durch entsprechende Geldbeträge erfassen lassen. Im Hintergrund spielen aber auch alle möglichen Gefühlslagen mit. Kein Mensch findet es gut, wenn er nicht geachtet wird. Gerade bei Hakeleien um kleine...

 
mehr... Christian Hoffmann, Kfz-Sachverständiger, Bad Salzuflen
Aus der Praxis für die Praxis (Teil 3)
....Seite 10 

Im dritten Teil des Beitrags (Teil 1: siehe „Der Kfz-Sachverständige 5/2017“, Teil 2: siehe „Der Kfz-Sachverständige 6/2017“) geht es zum einen um eine Marktanalyse der Schadensmanagementideen, die über Automobilhersteller oder Systemanbieter propagiert werden und zum anderen um die Darstellung...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

Recht

Achtung: Regulierungsfallen
....Seite 14 

Die Bearbeitung eines Unfallschadens hat sich nachhaltig verändert. Diese Veränderungen betreffen den Kfz-Betrieb, den Sachverständigen, aber vor allen Dingen auch den Rechtsanwalt. Der Auslöser dieser Veränderungen ist in der Regel der regulierungspflichtige Versicherer.

Die auch als Bibel des...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam
Zur Wertentwicklung und Personalentwicklung von Sachverständigenbüros in Deutschland
....Seite 17 

Der BVSK wird regelmäßig von unterschiedlichen Stellen im Rahmen der Wertermittlung für ein Kfz-Sachverständigenbüro um Unterstützung gebeten. Die üblichen Regeln für die Bemessung eines Unternehmenswertes wurden hier im Jahr 2013 ausführlich dargestellt.

Weitere Fragen betreffen das Gehalt eines...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam
Umfassende Neuregelung des Datenschutzes im Rahmen der Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO ) – Geltung ab Mai 2018
....Seite 19 

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist am 25.5.2016 in Kraft getreten und wird nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren ab dem 25.5.2018 zwingende Anwendung finden. Da es sich bei der DSGVO um eine EU-Verordnung handelt, gilt diese unmittelbar, ohne dass es dafür einer gesonderten Umsetzung in...

 
mehr... Jutta Aschmann, Rechtsanwältin, Potsdam
Auszüge aus der Rechtsprechung zur Befangenheit 2017
....Seite 22 

1. Eine „mittelbare“ Vorbefassung als Ablehnungsgrund

Ein Sachverständiger kann wegen Besorgnis der Befangenheit auch dann abgelehnt werden, wenn er für einen nicht unmittelbar oder mittelbar am Rechtsstreit beteiligten Dritten ein entgeltliches Privatgutachten zu einer gleichartigen Fragestellung...

 
mehr... Ass. jur. Dipl.-Jur. Hubertus W. Garchow, Düsseldorf

Rechtsprechung

Ablehnung des Gerichtssachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit
....Seite 25 

3. Teil: Gutachten (Fortsetzung)

3.2.11) OLG Karlsruhe (Beschluss vom 21.7.2015 – 7 W 39/15) – Besorgnis der Befangenheit eines Sachverständigen wegen sprachlicher Entgleisung

Leitsätze der Entscheidung:

1. Die Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit ist gerechtfertigt,...

 
mehr... Dr. Felix Lehmann, Vorsitzender Richter am LG Kiel
Rechtsprechungsreport
....Seite 35 

„Ablehnung eines Sachverständigen bei Bezeichnung der Frage einer Partei als „Unsinn“

OLG Stuttgart, Beschluss Besorgnis der Befangenheit wegen Bezeichnung einer Partei bzw. ihrer Prozessbevollmächtigten als „unfähig“ bzw. „besserwisserisch“

Keine Besorgnis der Befangenheit wegen sachlichen...

 
mehr... Ausgewählt von Dr. Felix Lehmann, Vorsitzender Richter am LG Kiel

Fachliteratur

Buchtipps
....Seite 43 

Rechtsanwältin Katharina Bleutge, Rechtsanwalt Dr. Peter Bleutge Guter Vertrag – Weniger Haftung Rechtsgrundlagen – Muster – Checklisten Institut für Sachverständigenwesen e.V., Köln; 3. Auflage 2017; 148 S.; ISBN 978-3-928-528-17-7; 26,– €

Dr. Walter Bayerlein, Frank Walter „Todsünden“ des...

 
mehr... Red.

Veranstaltungen

Veranstaltungen
....Seite 44 

 

 
Red.

Umfassende Neuregelung des Datenschutzes im Rahmen der Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO ) – Geltung ab Mai 2018

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist am 25.5.2016 in Kraft getreten und wird nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren ab dem 25.5.2018 zwingende Anwendung finden. Da es sich bei der DSGVO um eine EU-Verordnung handelt, gilt diese unmittelbar, ohne dass es dafür einer gesonderten Umsetzung in nationales Recht bedarf.

Die DSGVO enthält an mehreren Stellen sogenannte „Öffnungsklauseln“, die es den Mitgliedstaaten der EU ermöglichen, ergänzende, nationale Regelungen zu erlassen.

Vor diesem Hintergrund plant die Bundesregierung in Ergänzung zur DSGVO ein neues Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-E), sodass ab Mai 2018 die DSGVO und das BDSG-E für den Datenschutz in Deutschland maßgeblich sein werden.

Änderungen durch das neue Datenschutzrecht

Die DSGVO enthält im Vergleich zur bisherigen Rechtslage zahlreiche Änderun-gen und Verschärfungen für Unternehmen, die im Rahmen eines Überblicks angesichts des Umfangs der DSGVO hier nur verkürzt und beschränkt auf ausgewählte Themenbereiche wiedergegeben werden können:

1. Haftungsverschärfung durch höhere Geldbußen

Art. 83 DSGVO enthält im Vergleich zum bisherigen Recht eine deutliche Haftungsverschärfung für Unternehmen bei Verstößen gegen das neue Datenschutzrecht. Verantwortliche, die gegen die DSGVO verstoßen, müssen mit Geldbußen von bis zu 4 % des globalen Umsatzes oder bis zu 20 Mio. € rechnen. Bislang sieht § 43 BDSG Bußgelder von max. 300.000,00 € vor.

Ferner haben Verantwortliche und Auftragsverarbeiter, die gegen die DSGVO verstoßen, dem Verletzten nach Art. 82 Abs. 2 DSGVO den materiellen und immateriellen Schaden zu ersetzen.

Auftragsdatenverarbeitung ist definiert als die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von personenbezogenen Daten durch einen beauftragten Auftragnehmer der verantwortlichen Stelle (Auftraggeber) auf Grundlage eines schriftlichen Vertrags (praktische Beispiele hierfür: Archivierungsdienstleistungen, Papierentsorgung, Auslagerung von IT-Systemen, Auslagerung der Buchhaltung).

Erschwerend kommt hinzu, dass nach Art. 24 Abs. 1 DSGVO die Beweislast beim Unternehmen liegt, d.h., das Unternehmen muss im Streitfall nachweisen, dass die Anforderungen der DSGVO eingehalten wurden. Somit sind zukünftig erhöhte Anforderungen an die Dokumentation des eigenen Datenschutzkonzepts zu beachten.

2. Geltungsbereich

Im Prinzip trifft die DSGVO jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe oder Mitarbeiteranzahl, wenn es personenbezogene Daten nutzt oder im Internet aktiv ist. Bereits der Umgang mit Beschäftigtendaten führt zu einer Anwendung der DSGVO.

Personenbezogene Daten sind z.B. Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtstag, Kontodaten, Kfz-Kennzeichen, Standortdaten, IPAdressen, Cookies.

3. Verbot mit Erlaubnisvorbehalt

Grundsätzlich gilt, dass jede Verarbeitung personenbezogener Daten verboten ist – es sei denn, es gibt eine Erlaubnis. Diese kann sich aus Gesetzen ergeben (z.B. TMG, DSGVO, BDSG), zur Erfüllung von vertraglichen Pflichten oder durch die Einwilligung der betroffenen Person.

Gemäß der Definition in Art. 4 Nr. 11 DSGVO ist die Einwilligung jede

• freiwillig,

• für einen bestimmten Fall,

• in informierter Weise und

• unmissverständlich

abgegebene Willensbekundung in Form einer Erklärung oder einer sonstigen eindeutigen bestätigenden Handlung, mit der die betroffene Person zu verstehen gibt, dass sie mit der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten einverstanden ist.

Stillschweigen, bereits angekreuzte Kästchen oder Untätigkeit der betroffenen Person stellen keine Einwilligung dar. Die DSGVO fordert weiter, dass die Verarbeitung der Daten zweckgebunden ist. Zweckänderungen (z.B. Verwendung der Kundendaten für Werbemails) sind nur zulässig, wenn die betroffene Person in die Zweckänderung eingewilligt hat.

Dabei nennt Art. 7 DSGVO die Voraussetzungen, die für eine wirksame Einwilligung gefordert werden:

• Nachweis der Einwilligung durch den Verantwortlichen,

• klare textliche Abgrenzung des Ersuchens um die Einwilligung,

• Belehrung über jederzeitiges Widerrufsrecht,

• Beachtung des Kopplungsverbots.

Eine offizielle rechtssichere Muster- Einwilligungserklärung nach neuem Recht, die zwingend auch im Rahmen der Abtretungserklärung zu berücksichtigen sein wird, liegt derzeit noch nicht vor. Sobald wir hier weitere Informationen erhalten, werden wir umgehend hierüber berichten und unsere Muster- Abtretungserklärung entsprechend anpassen.

4. Erweiterte Informationspflichten

Wie bisher auch kann ein Unternehmen nach der DSGVO grundsätzlich Daten verarbeiten (erheben, speichern, bearbeiten, sperren und löschen), wenn die betroffene Person eingewilligt hat oder die Verarbeitung für die Erfüllung eines Vertrags erforderlich ist oder dies der Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung dient (vgl. Art. 6 Abs. 1 DSGVO).

Allerdings muss der Verantwortliche (Unternehmen) die von der Verarbeitung betroffene Person „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer einfachen und klaren Sprache“ unterrichten. Aufgrund der neuen Informationspflichten muss der Verantwortliche dem Betroffenen vor bzw. im Zuge der Datenverarbeitung Folgendes mitteilen:

• Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen und seines Datenschutzbeauftragten (falls vorhanden),

• Zwecke und Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung, ggf. berechtigte Interessen des Verantwortlichen an der Datenverarbeitung,

• Empfänger oder Kategorien von Empfängern personenbezogener Daten,

• ggf. Absicht einer Übermittlung von Daten in ein Drittland,

• Speicherdauer (falls nicht möglich: Kriterien für die Festlegung dieser Dauer),

• Bestehen von Auskunftsrechten und Rechte auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Widerspruch, Datenübertragbarkeit und Beschwerderecht bei Aufsichtsbehörden,

• ggf. gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung zur Bereitstellung der personenbezogenen Daten und Folgen der Nichtbereitstellung.

5. Dokumentationspflichten

Im Rahmen der Umsetzung der DSGVO sind alle internen Verfahren und Abläufe, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, dahingehend zu überprüfen, ob hier ein Anpassungsbedarf besteht. Ein Unternehmen muss jederzeit Rechenschaft ablegen können, dass personenbezogene Daten rechtmäßig verarbeitet werden.

Im Rahmen einer Bestandsaufnahme sind sogenannte Verarbeitungsverzeichnisse zu erstellen, die den nachfolgenden Inhalt haben müssen:

• Prozessbeschreibungen der Verarbeitungstätigkeiten, im Rahmen derer personenbezogene Daten verarbeitet werden,

• Information über den verantwortlichen Fachbereich bzw. die verantwortliche Führungskraft,

• Zweck der Verarbeitung,

• Rechtsgrundlage der Verarbeitung (die Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur dann zulässig, wenn ein Gesetz oder eine Rechtsvorschrift dies erlaubt oder der Betroffene eingewilligt hat),

• Beschreibung der Kategorien betroffener Personen und der Kategorien personenbezogenen Daten,

• Information über Kategorien von Empfängern, denen die Daten offengelegt werden,

• Information über eine etwaige geplante Datenübermittlung an Drittländer,

• vorgesehene Fristen für die Löschung der Datenkategorien,

• Datenschutzorganisation (alle Vorkehrungen und Maßnahmen, die zum Schutz personenbezogener Daten getroffen werden),

• Dokumentation von Dienstleistungsbeziehungen (Verarbeitung personenbezogener Daten durch beauftragte Dienstleister – hier sind zusätzlich sogenannte Auftragsverarbeitungsverträge zu schließen),

• Dokumentation zum Umgang mit den Daten der Beschäftigten.

Dabei handelt es sich jeweils um Verzeichnisse aller Verarbeitungstätigkeiten (der Mitarbeiter bzw. Abteilungen eines Unternehmens), die es ermöglichen sollen, die Verarbeitungstätigkeiten innerhalb der Organisation zu überblicken und datenschutzrechtlich zu überwachen.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 1 / 2018 auf Seite: 19

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Termin:  22.02.18
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Veranstalter:  IfS Institut für Sachverständigenwesen e.V.
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Praxisseminar: AKTUELLE EUROPÄISCHE EMISSIONSGESETZGEBUNG

Termin:  22.02.18 bis 23.02.18
Veranstaltungsort:  Braunschweig
Veranstalter:  Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH
Anmeldung ab: 03.01.18, Anmeldung endet: 21.02.18 anmelden

Moderne Arbeitsmittel des Kfz-Sachverständigen

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Veranstaltungsort:  Kottenheim
Veranstalter:  AWG mbH
Anmeldung ab: 10.01.18, Anmeldung endet: 22.02.18 anmelden
18.01.2018

Der Sachverständige im Spannungsfeld der Interessenlagen

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Von: Christian Hoffmann, Kfz-Sachverständiger, Bad Salzuflen
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Das Spannungsfeld der Sachverständigentätigkeit

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