Der Kfz-Sachverständige

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Die aktuelle Ausgabe "Der Kfz-Sachverständige" - Heft 5/2017

Inhalt 

32. Kfz-Sachverständigentag

Auch 2017 die Verlustabzugsmöglichkeiten nutzen

Ablehnung des Gerichtssachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit, Teil 3

Aus dem Editorial:

Elmar Fuchs

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie hilflos diverse Versicherer der aktuellen Kostenentwicklung gegenüberstehen, wenn sie mit Methoden auf Kostensituationen reagieren, die noch nicht mal mehr den Anschein des Willens korrekter Schadensabwicklung wahren.

In sogenannten Pilotregionen in Bayern und im Saarland versucht die HUK-COBURG nach wie vor Sachverständigenkosten unter Hinweis auf die Schadensminderungspflicht zu reduzieren, indem sie auf konkrete Sachverständige verweist, die Gutachten zu einem Flatrate- Preis von 280 € erstellen würden. Da es trotz der Marktmacht der HUKCOBURG offenbar zu wenig Sachverständige gibt, die dieses schäbige Spiel mitmachen, ist man sich noch nicht einmal zu schade dafür, Pseudoadressen einzusetzen, die man vielleicht zuvor bei eBay ersteigert hat.

Die Allianz Versicherung greift Geschädigte an, die sich bei der Begründung einer Reparaturausweitung auf einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen berufen, mit der schier unglaublichen Feststellung, dass weder ein Gutachten noch die Aussage eines Reparaturbetriebs für die Begründung einer notwendigen Reparaturausweitung ausreichend seien, sondern eine weitere Bestätigung durch den Geschädigten bei dem Automobilhersteller eingeholt werden müsse.

Die Württembergische Versicherung stellt mithilfe des Prüfportals von Control€xpert fest, dass Sachverständigenkosten in Höhe von 801 € brutto regional nicht üblich und überzogen seien, aber nach den Erhebungen am Markt ein Honorar von 780,20 € der Marktüblichkeit entsprechen würde.

Der Richter am BGH Wolfgang Wellner, der dem zuständigen Unfallsenat des BGH angehört, hat im Rahmen des BVSK-Sachverständigentages in Potsdam im Juni dieses Jahres festgestellt, dass der BGH keinesfalls die Augen verschließt vor den offensichtlich immer willkürlicher werdenden Kürzungen berechtigter Schadenspositionen.

Er hat sehr deutlich darauf hingewiesen, dass es natürlich keine schrankenlose Ausweitung einzelner Schadenspositionen ohne sachliche Begründung geben darf und im Hinblick auf das Sachverständigenhonorar die BVSKHonorarbefragung ein sachgerechter Anhaltspunkt für Gutachterkosten darstellt, wenn es sich um ein qualifiziertes Gutachten eines qualifizierten Sachverständigen handelt.

In der einen oder anderen Weise gilt dies natürlich auch für andere Schadensersatzpositionen, die zur Wiederherstellung des Zustands vor dem Unfall erforderlich sind.

Es wäre zu hoffen, dass Versicherer die Signale des BGH nicht nur hören, sondern auch verstehen. Es ist allerdings zu befürchten, dass man sich dem scheinbaren Kostendiktat unterwerfen wird, statt sich mit einer korrekten Schadensregulierung zu befassen.

Dann bleibt allerdings nur der Weg der gerichtlichen Auseinandersetzung, auch wenn dieser Weg mit erheblichem Aufwand und im Übrigen auch weiteren Kosten verbunden ist.

Ihr Elmar Fuchs

Der KFZ-SV Ausgabe 5 / 2017

Editorial

Editorial
....Seite 1 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie hilflos diverse Versicherer der aktuellen Kostenentwicklung gegenüberstehen, wenn sie mit Methoden auf Kostensituationen reagieren, die noch nicht mal mehr den Anschein des Willens korrekter Schadensabwicklung wahren.

In sogenannten Pilotregionen in Bayern und im...

 
mehr... Elmar Fuchs

Meldungen

ADAC-Umfrage: Mittelfristig kaum Änderungen beim Mobilitätsverhalten
....Seite 3 

Bei fast der Hälfte der Bürger in Deutschland steht eine saubere Umwelt im Zusammenhang mit Verkehr und Mobilität ganz oben auf der Prioritätenliste. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des ADAC. Demnach nannten 49 % der Befragten die Förderung des Umweltschutzes als einen von drei...

 
mehr... Red.
Neuer Teamleiter für Kfz-Sachverständige
....Seite 4 

Die Weiterbildung für Sachverständige in der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld wird für das Kraftfahrzeug- Handwerk ab Herbst von Michael Brakus aus Schwerte begleitet. Der Handwerksmeister hat 30 Jahre Erfahrungen als Sachverständiger und engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der...

 
mehr... Red.
DAT beteiligt sich an Startup- Unternehmen OnREX GmbH
....Seite 4 

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) beteiligt sich an dem Start-up-Unternehmen OnREX GmbH mit Sitz in Döbeln. Die Kooperation wurde bereits im Juni im Rahmen des BVSK-Sachverständigentages in Potsdam bekannt gegeben.

OnREX ist spezialisiert auf die Erstellung von Software für Sachverständige...

 
mehr... Red.

Technik

Mercedes Benz S 350 d/Suzuki Ignis 1.2 Dualjet, 5-Türer
....Seite 5 

 

 
Red.

Sachverständigenwesen

Auch 2017 die Verlustabzugsmöglichkeiten nutzen
....Seite 7 

Hat der Kfz-Sachverständige in einem Veranlagungsjahr Verluste gemacht – z.B. im Rahmen seiner Praxis durch hohe absetzbare Kosten für Modernisierungsmaßnahmen oder im Rahmen der Einkunftsart „Vermietung und Verpachtung“ – und kann er diese Verluste im Verlustentstehungsjahr nicht mit anderen...

 
mehr... Dipl.-Vw. Dr. Hans-Ludwig Dornbusch, St. Augustin
„Perspektiven schaffen – Zukunft gestalten – BVSK“
....Seite 8 

Der 32. Kfz-Sachverständigentag am 16.6.2017 in Potsdam

Trotz der vielen Veranstaltungen, die es zwischenzeitlich für Kfz-Sachverständige in Deutschland gibt, haben etwa 300 Sachverständige den Weg nach Potsdam gewählt und einen spannenden Sachverständigentag erlebt. Interessante Einblicke in die...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Geschäftsführer des BVSK e.V., Potsdam
Aus der Praxis für die Praxis (Teil 1)
....Seite 10 

Man kann den Ärger in vielen Kfz-Betrieben schon verstehen, wenn trotz der klaren Gerichtsentscheidungen, trotz der theoretisch überzeugenden Argumentationen der Rechtsanwälte, die Geschädigte vertreten, es in der täglichen Unfallschadensabwicklung trotzdem immer wieder zu Kürzungen sowohl im...

 
mehr... Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam

Recht

OLG Hamm zur fiktiven Abrechnung
....Seite 12 

Insbesondere Stundenverrechnungssatz, Beilackierung, UPE-Aufschläge: OLG Hamm, Urteil vom 28.3.2017 – Az. 26 U 72/16

 
Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam
Ablehnung des Gerichtssachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit
....Seite 13 

Artikelserie zur Rechtsprechung aus den Jahren 2013–2015 (Teil 3)

Die nachfolgende Beitragsreihe enthält einen umfassenden Überblick über die in den Jahren 2013–2015 ergangene Rechtsprechung zur Ablehnung des Gerichtssachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit. Dabei folgt die Darstellung dem...

 
mehr... Dr. Felix Lehmann, Vorsitzender Richter am LG Kiel

Fachliteratur

Buchtipps
....Seite 34 

Haus/Krumm/Quarch (Hrsg.)

Gesamtes Verkehrsrecht

Verkehrszivilrecht | Versicherungsrecht | Ordnungswidrigkeiten- und Strafrecht | Verkehrsverwaltungsrecht

Nomos; Baden-Baden; 2. Auflage 2017; Gebunden mit Schutzumschlag; 3120 Seiten; ISBN 978-3-8487-3408-5; 138,– €

Moritz Werling

Optimale aktive...

 
mehr... Red.

Veranstaltungen

Veranstaltungen
....Seite 35 

 

 
Red.

OLG Hamm zur fiktiven Abrechnung

Elmar Fuchs, Rechtsanwalt, Potsdam 

Insbesondere Stundenverrechnungssatz, Beilackierung, UPE-Aufschläge: OLG Hamm, Urteil vom 28.3.2017 – Az. 26 U 72/16 Mit Entscheidung vom 28.3.2017 hat sich das OLG Hamm, Az. 26 U 72/16 mit Fragen der fiktiven Abrechnung befasst. Im Prinzip ist die Entscheidung nicht sonderlich aufsehenerregend, sondern bewegt sich im Rahmen der allgemein bekannten BGH-Rechtsprechung. Von interessierter Seite werden jedoch einzelne Passagen der Entscheidung als Beleg aufgeführt, dass bei fiktiver Abrechnung sogenannte Nebenpositionen grundsätzlich nicht zu erstatten seien. Insbesondere die Schadensposition der Beilackierung erscheint bei der von interessierter Seite vorgenommenen einseitigen Betrachtung der Entscheidung des OLG Hamm bei fiktiver Abrechnung nicht mehr erstattungsfähig zu sein.

Tatsächlich lag dem Rechtsstreit eine fiktive Abrechnung an einem Unfallschaden zugrunde mit einem sechs Jahre alten Fahrzeug mit erheblicher Laufleistung. Im ursprünglichen Gutachten waren neben den Reparaturkosten UPEAufschläge, Verbringungskosten und Beilackierungskosten aufgeführt. Im Rahmen der fiktiven Abrechnung verwies der Versicherer auf eine konkrete, kostengünstigere Reparaturwerkstatt und erstattete die eben genannten Nebenkosten nicht. Die in dem konkreten Fall von der Versicherung genannte alternative Reparaturmöglichkeit erfüllte die Anforderungen der Rechtsprechung an eine gleichwertig qualifizierte Reparatur. Unstreitig werden in der benannten Werkstatt Verbringungskosten und UPE-Aufschläge nicht berechnet.

Insoweit waren diese Positionen bei fiktiver Abrechnung tatsächlich nicht zu erstatten. Im Hinblick auf die Beilackierung weist das OLG Hamm darauf hin, dass diese „nicht in jedem Fall anfallen[,] sondern nur dann, wenn besondere Maßnahmen sich bei der Lackierung als tatsächlich notwendig erweisen“, was in dem konkreten Fall nicht sicher feststellbar war.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe 05/2017

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21.09.2017

„Perspektiven schaffen – Zukunft gestalten – BVSK“

Der 32. Kfz-Sachverständigentag am 16.6.2017 in Potsdam

Von: Elmar Fuchs
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