22.04.2019

Zensus 2021

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung des Zensus im Jahr 2021 (Zensusgesetz 2021 - ZensG 2021) vorgelegt.

Hintergrund
Aufgrund unionsrechtlicher Vorgaben muss die Bundesrepublik im Jahr 2021 eine Volkszählung (Zensus) durchzuführen. Dabei sind neben den Einwohnerzahlen auch eine Reihe von soziodemografischen Basisdaten zur Bevölkerung, ihrer Erwerbstätigkeit und ihrer Wohnsituation statistisch zu erfassen und darzustellen.
Wesentlicher Inhalt
Mit dem Gesetzentwurf soll die Rechtsgrundlage für die Durchführung des Zensus 2021 geschaffen werden. Er knüpft an den letzten Zensus im Jahre 2011 an. Der Zensus 2021 soll eine Bevölkerungszählung, eine Gebäude- und Wohnungszählung, eine Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis und Erhebungen an Anschriften mit Sonderbereichen umfassen. Wie der Zensus 2011 ist auch der Zensus 2021 als registergestützte Erhebung konzipiert, d.h. es sollen in erster Linie bereits vorhandene Verwaltungsdaten genutzt und nur dann ergänzende Angaben erhoben werden, wenn Verwaltungsdaten für bestimmte Merkmale nicht vorhanden oder aus statistischer Sicht nicht für die Auswertung geeignet sind. Neben Übermittlungen behördlicher Daten, insbesondere Melderegisterdaten und bestimmter Datensätze oberster Bundesbehörden, sind auch ergänzende primär-statistische Befragungen der Bevölkerung vorgesehen.
Weiterführende Hinweise:
BR-Drs. 100/19