22.09.2019

Umgang mit dem Wolf

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorgelegt

Die Rückkehr des Wolfs (Canis lupus) nach Deutschland und die bislang positive Bestandsentwicklung sind als Erfolg des Artenschutzes zu begrüßen, so die Bundesregierung. Zugleich leiste auch die Weidetierhaltung einen unverzichtbaren Beitrag zur Landschaftspflege und zum Naturschutz. Sie müsse auch dort in Zukunft sichergestellt bleiben, wo durch Zuwanderung des Wolfs vermehrt Zielkonflikte aufträten. Zur Abwehr von Schäden an Nutztieren sei der Herdenschutz von ausschlaggebender Bedeutung. Zudem habe die Sicherheit der Menschen stets oberste Priorität.
Mit dem Gesetz will die Bundesregierung die Rechtssicherheit bei der Erteilung von Ausnahmen von den artenschutzrechtlichen Zugriffsverboten erhöhen. Zudem sollen spezifische Regelungen zum Umgang mit dem Wolf getroffen werden.
Das Füttern von Wölfen soll untersagt werden. Es führe zu deren Habituierung und einem Verlust der Scheu vor Menschen. Außerdem soll die Rechtssicherheit für Verwaltungsentscheidungen über artenschutzrechtliche Ausnahmen bei Nutztierrissen erhöht werden, um die mit der Rückkehr des Wolfs verbundenen Zielkonflikte sachgerecht lösen zu können. Wolfshybride stellten durch die Einbringung von Haustiergenen eine Gefahr für die Wildtierpopulation dar. Es soll eine ausdrückliche Pflicht der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörden normiert werden, die Wolfshybride zu entnehmen.
Weiterführende Hinweise:
BR-Drs. 243/19