23.07.2017

Reform der Netzentgelte

Bundestag und Bundesrat haben das Netzentgeltmodernisierungsgesetz verabschiedet.

Der Strommarkt befindet sich in einer Übergangsphase. Dies gilt auch für den notwendigen Aus- und Umbau der Stromnetze, so die Bundesregierung. Der Anstieg dezentraler Erzeugung führe insbesondere in lastschwächeren Gebieten dazu, dass dezentrale Erzeugung zunehmend Netzkosten verursacht und perspektivisch in immer geringerem Maße einspart. Die Flussrichtung des Stroms in den Netzen ändere sich. Dezentrale Einspeisung werde zunehmend nicht mehr vor Ort „verbraucht“, sondern über die vorgelagerten Netzebenen in den Markt gebracht. Schließlich fließen in die Berechnungsgrundlagen für vermiedene Netzentgelte vermehrt Kostenbestandteile ein, die dezentrale Erzeugung von vornherein nicht vermeiden kann. Nicht alle im Jahr 2005 geschaffenen Regelungen der Entgeltregulierung tragen den geänderten Rahmenbedingungen aktuell noch Rechnung, so die Bundesregierung. Der gesetzliche Rahmen soll daher mit dem Gesetz an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Weiterführende Hinweise:

BR-Drs. 73/17