21.11.2017

Entsenderichtlinie

Die EU-Arbeits- und Sozialminister haben sich auf eine gemeinsame Position zur von der EU-Kommission vorgeschlagenen Überarbeitung der EU-Entsenderichtlinie geeinigt.

Danach soll es bei dem Grundsatz der Entsenderichtlinie bleiben, dass für ins EU-Ausland entsandte Arbeitnehmer die gleichen Mindestvorschriften für Entlohnung und Arbeitsbedingungen gelten wie für lokale Arbeitnehmer. Der bisher bestehende Anspruch auf die im Gastland geltenden gesetzlichen „Mindestlohnsätze“ wird erweitert auf die vor Ort durch allgemeinverbindliche Tarifverträge geltende Sonderzahlungen und Prämien wie Feiertags- und Gefahrenzuschläge oder Tagegelder. Reise- oder Unterkunftskosten sollen nicht mehr von der Entlohnung abgezogen werden dürfen. Allerdings sollen Arbeitnehmer höchstens 18 Monate lang in einen anderen Mitgliedstaat arbeiten werden dürfen, bevor sie einen Arbeitsvertrag des Gastlandes benötigen und in das dortige Sozialversicherungssystem wechseln müssen.

 

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Pressemitteilung