20.08.2018

Bekämpfung von Mehrwertsteuerbetrug in der EU

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen den gemeinschaftsweiten Mehrwertsteuerbetrug besser bekämpfen.

Die Finanzminister der Europäischen Union haben sich auf einen Informationsaustausch in Fällen möglichen Mehrwertsteuerbetrugs zwischen den nationalen Steuer- und Zollbehörden verständigt. Der bessere Informationsaustausch soll dazu beitragen, Steuerschlupflöcher beim grenzüberschreitenden Handel in der EU zu schließen. Nach Angaben der Kommission entgehen den Mitgliedstaaten durch Mehrwertsteuerbetrug jährlich Einnahmen von ca. 50 Mrd. Euro.

Künftig sollen Informationen zu Fällen von möglichem Mehrwertsteuerbetrug online im Rahmen des von den Mitgliedstaaten verwalteten EU-netzwerks Eurofisc ausgetauscht werden. Außerdem soll Eurofisc neue Befugnisse zur Koordinierung grenzüberschreitender Ermittlungen erhalten, damit vor allem der so genannte Karussellbetrug wirksamer bekämpft werden kann. Die nationalen Zollbehörden sollen erstmals ihre Informationen über die Einfuhr von Waren aus Drittstaaten austauschen können. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf den grenzüberschreitenden Handel von Neu- und Gebrauchtwagen liegen, der als besonders betrugsanfällig gilt.

Weiterführende Hinweise:

Memo