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Die Zukunft der Hauptversammlung – Die Hauptversammlung der Zukunft

Klartext

Prof. Dr. Ulrich Seibert ist Leiter des Referats für Gesellschaftsrecht, Unternehmensverfassung und Corporate Governance im Bundesministerium der Justiz und Honorarprofessor für Wirtschaftsrecht an der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zahlreiche Reformnovellen im Gesellschaftsrecht, wie z.B. die Aktienrechtsnovelle, tragen die Handschrift des Legaldesigners. Er betreut zudem gegenwärtig die „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“. Das Gespräch für die BOARD führte Marc Tüngler.

BOARD : Die Hauptversammlungen werden oftmals von der Verwaltung als zu lang, träge und lästig empfunden? Warum ist das Ihrer Ansicht nach so?

Prof. Dr. Seibert: Das sind traditionelle Einschleifungen. Man hat über Jahrzehnte Angstreflexe aufgebaut vor den Anfechtungsklagen wegen formaler Fehler und mangelnder Beantwortung von Fragen. Das Aktienrecht hat sich aber geändert. Der Gesetzgeber hat deutlich gemacht, dass eine normale Hauptversammlung nicht länger als ca. 4 Stunden dauern sollte, das Geschäftsmodell erpresserischer Kläger funktioniert seit UMAG und ARUG nicht mehr. Die Anfechtungsklagen gegen HVBeschlüsse mit Registersperre sind bis zu 90% zurückgegangen. Aber die Angst scheint immer noch in den Knochen zu stecken. Gewohnheiten in den großen Konzernmühlen und der Beratungswirtschaft ändern sich nur langsam.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 2 / 2016 auf Seite: 50
Marc Tüngler