ThemenübersichtMenü
Betrifft-Unternehmen

Vorräte

Die Vorräte eines Unternehmens sind nach dem Handelsgesetzbuch ein Teil des Umlaufvermögens. In der Bilanz sind die Vorräte auf der Position B I zu finden. Als Vorräte werden die auf Lager befindlichen, für den Produktions- und Absatzprozess bestimmten Werkstoffe und Produkte bezeichnet, die in der Bilanz unter den Positionen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse (Halbfabrikate) und fertige Erzeugnisse (Fertigprodukte) ausgewiesen werden.
Die Bewertung von Vorräten ist häufig ein Problem, da über das Jahr Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu unterschiedlichen Preisen gekauft werden. Herauszufinden, welche Stoffe zuerst verbraucht wurden und welche sich noch im Lager befinden, ist nicht mehr möglich. Daher gibt es für Unternehmen verschiedene Möglichkeiten, die Positionen der Vorräte zu bewerten. Die erste Möglichkeit ist die Durchschnittsbewertung gemäß § 240 Abs. 4 HGB. Dabei werden alle Werte zu einer Gruppe zusammengefasst und zum gewogenen Durchschnitt bewertet. Alternativ können Verbrauchsfolgeverfahren angewendet werden. Die bekanntesten Verfahren hierbei sind das Fifo- (First in – First out) und das Lifoverfahren (Last in – First out). Bei dem Lifo-Verfahren wird unterstellt, dass die zuletzt angeschafften Vermögensgegenstände auch zuerst verbraucht werden. Die zuerst angeschafften Gegenstände verbleiben im Lager. Beim Fifo-Verfahren hingegen wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Güter auch zuerst verbraucht werden. Durch diese unterschiedlichen Bewertungsverfahren können sich unterschiedliche Werte für die Bilanzposition und den Wert der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben.

zurück zur Übersicht