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Eigenkapital

Das Eigenkapital befindet sich auf der Passivseite der Bilanz an der ersten Position. Das Eigenkapital wird einem Unternehmen für unbestimmte Zeit von seinen Gesellschaftern zur Verfügung gestellt. Nach dem HGB-Schema ist das der Punkt A. Das Eigenkapital setzt sich aus verschiedenen Unterpunkten zusammen. Punkt A I ist das gezeichnete Kapital bei AGs und das Stammkapital bei GmbHs. Das gezeichnete Kapital muss bei Gründung einer AG oder GmbH in das Unternehmen eingebracht werden. Das Grund- bzw. Stammkapital muss mindestens 50.000€ bzw. 25.000€ betragen. Nach der MoMiG-Reform 2008 ist es auch möglich, eine Unternehmer Gesellschaft (UG) ähnlich einer Limited zu gründen. Das Stammkapital hierbei liegt bei mindestens 1€.
Die zweite Position des Eigenkapitals sind die Kapitalrücklagen. Nach § 272 HGB sind die Kapitalrücklagen wie folgt definiert:
1.der Betrag, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Bezugsanteilen über den Nennbetrag oder, falls ein Nennbetrag nicht vorhanden ist, über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wird;
2. der Betrag, der bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt wird;
3. der Betrag von Zuzahlungen, die Gesellschafter gegen Gewährung eines Vorzugs für ihre Anteile leisten;
4. der Betrag von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital leisten.
Eine weitere Position des Eigenkapitals ist der Gewinn- bzw. Verlustvortrag. Das entsprechende Organ einer Gesellschaft bestimmt über die Verwendung des Jahresergebnisses (z.B. Ausschüttung oder Gewinnrücklage), der Rest bleibt dem Unternehmen als Gewinn- bzw. Verlustvortrag erhalten und wird separat in der Bilanz als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen.

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