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30.09.2017

Schadensersatz für Sturmschäden an Mitarbeiter-PKW auf Betriebshof

© Erwin Wodicka/Shotshop.com

Ein Arbeitnehmer parkte seinen PKW auf dem Betriebshof seiner Arbeitgeberin mit deren Zustimmung. Durch orkanartige Windböen wurde ein Müllcontainer auf dem Parkplatz so gegen den PKW gedrückt, dass dieser einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitt. Die Kaskoversicherung des Arbeitnehmers verlangte daraufhin von der Arbeitgeberin Ersatz der von ihr ausgeglichenen Schäden. Zu Recht, wie das LArbG Düsseldorf (Urteil vom 11. September 2017, Az. 9 Sa 42/17) entschied. Die Arbeitgeberin habe fahrlässig ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt, was durch die Zerstörung des Fahrzeugs durch den Großmüllbehälter indiziert werde. Aufgrund vorangehender Sturmwarnungen hätte sie ihr Betriebsgelände abgehen und etwaige Gefahrenquellen sichern müssen. Allein die Möglichkeit, dass die Feststellbremsen bei der letzten Leerung angezogen worden sein könnten, genüge nicht zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht. Vielmehr hätte der Container unmittelbar vor dem Sturm geprüft werden müssen. Zudem hätte ein zwischen dem Container und dem PKW befindliches Tor geschlossen werden können. Der Sturm sei nicht so stark gewesen, dass keine Sicherheitsmaßnahmen mehr geholfen hätten. Den Arbeitnehmer treffe kein Mitverschulden, da er den Wagen bereits morgens um 7:00 Uhr zu Arbeitsbeginn geparkt und den ganzen Tag im Außeneinsatz verbracht habe. Daher durfte er darauf vertrauen, dass seine Arbeitgeberin die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen treffen würde. 



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