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Betrifft-Unternehmen
05.02.2019

Keine zwangsweise Telearbeit

© danstar/Shotshop.com

Ein Ingenieur war bei einem Unternehmen angestellt, ohne dass der Vertrag explizite Regelungen zu einer Änderung des Arbeitsorts traf. Nach Schließung des konkreten Betriebs bot das Unternehmen an, künftig im Home Office zu arbeiten. Da der Arbeitnehmer dies verweigerte, erklärte der Arbeitgeber die Kündigung aus wichtigem Grund wegen beharrlicher Arbeitsverweigerung (§ 626 BGB). Gegen diese Kündigung wehre sich der Arbeitnehmer - zuletzt erfolgreich vor dem LAG Berlin-Brandenburg (Urteil vom 10.10.2018, Az. 17 Sa 562/18).

Ein Arbeitnehmer ist ohne besondere Regelung arbeitsvertraglich nicht verpflichtet, ihm angebotene Telearbeit zu erbringen. Insoweit überschreitet der Arbeitgeber sein Weisungsrechts (§ 106 GewO). Telearbeit unterscheide sich  erheblich von einer Tätigkeit in einer Betriebsstätte. Allein der Umstand, dass manche Arbeitnehmer an der Arbeit im Home Office interessiert seien, führe nicht zu einer diesbezüglichen Erweiterung des Weisungsrechts des Arbeitgebers.



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