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30.09.2017

EU mahnt Mehrwertsteuerreformen an

© Rüdiger Rebmann/Shotshop.com

Am 28. September 2017 präsentiert die EU-Kommission eine Studie, nach der den Mitgliedstaaten 2015 Mehrwertsteuereinnahmen  von rund 152 Milliarden Euro entgangen sind. In Rumänien (37,2%), der Slowakei (29,4%) und Griechenland (28,3%) sei die Mehrwertsteuerlücke am größten und in Spanien (3,5%) und Kroatien (3,9%) am kleinsten. In den meisten Mitgliedstaaten habe sich die Mehrwertsteuerlücke verringert, und zwar am stärksten in Malta, Rumänien und Spanien. In Belgien, Dänemark, Irland, Griechenland, Luxemburg, Finnland und dem Vereinigten Königreich sei die Lücke hingegen etwas größer geworden.

Obwohl die Mitgliedstaaten bereits versuchten, die Mehrwertsteuerlücke zu verringern, müsse das Mehrwertsteuersystem modernisiert und besser gegen Betrug gewappnet werden. Im Herbst 2017 werde die EU-Kommission konkrete Entwürfe vorlegen, um den Grundsatz der Erhebung der Mehrwertsteuer auf den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU wiederherzustellen. Hierdurch soll der grenzüberschreitende Mehrwertsteuerbetrug um 80% reduziert werden. Die Bekämpfung von Mehrwertsteuerbetrug soll erleichtert und die Mehrwertsteuererhebung effizienter gestaltet werden. Zudem soll die Entwicklung des digitalen Binnenmarktes gefördert und die Strategie der EU-Kommission zur Erreichung einer gerechteren und effizienteren Besteuerung in der EU ergänzt werden.



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