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11.03.2019

Atemkrankheit durch Tonerstaub nicht nachweisbar

© Funshooter/Shotshop.com

Ein 63-jähriger Angestellter hatte vier Jahre in einem 30m² großen Kopierraum gearbeitet. Nachdem er zunehmend Atembeschwerden hatte, beantragte er die Anerkennung einer Berufskrankheit. Der Sozialversicherungsträger verweigerte dies jedoch nach Einholung von medizinischen Gutachten und einer Analyse des Arbeitsplatzes. Auch vor dem LSG Darmstadt blieb das Begehren (nach einem zwischenzeitlichen Erfolg in der ersten Instanz) ohne Erfolg (Urteil vom 21.1.2019, Az. L 9 U 159/15).

Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass Tonerstaub allergisierende Stoffe enthalte. Jedoch könne man aufgrund einer zwischenzeitlich erfolgten Umgestaltung des Arbeitsplatzes nicht mehr nachweisen, dass der Versicherte diesen Stoffen ausgesetzt gewesen sei. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft könnten nur in Einzelfällen, aber nicht generell Gesundheitsschäden durch Tonerpartikel oder Druckeremissionen bei Menschen nachgewiesen werden. Erforderlich sei in jedem Fall ein arbeitsplatzbezogener Inhalationstest mit dem Nachweis einer allergischen Reaktion. Dies habe der Kläger jedoch verweigert.



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