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Betrifft-Unternehmen

Prof. Dr. Alexander Wurzer

Zur Person und zum Tätigkeitsbereich

  • Professor und Studiengangsleiter des Master of Intellectual Property Law and Management an der Universität, Strasbourg
  • Geschäftsführender Gesellschafter der WURZER & KOLLEGEN GmbH München

Herr Wurzer entwickelt und betreut Know-how-Schutz-Systeme für mittelständische Unternehmen und Konzerne. Er beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit den Auswirkungen von Know-how-Verlust für die deutsche Wirtschaft.
Daneben arbeitet er im Bereich der Bewertung und des Managements von geistigem Eigentum und dem internationalen Technologietransfer.Zu seinen Kunden gehören Konzerne wie Siemens, SAP und die Deutsche Telekom ebenso, wie mittelständische Technologieführer und öffentliche Einrichtungen.

1. Worin liegen die aktuellen Herausforderungen beim Know-how-Schutz?

Die Angriffe auf die Know-how-Substanz der deutschen Industrie werden immer dreister. Die Datendiebe machen selbst vor Computern der Bundesregierung keinen Halt mehr. Der Schaden an der Know-how-Substanz der deutschen Wirtschaft wird auf jährlich über 100 Mrd. Euro geschätzt. Das entspricht fast der Summe, die im Jahr 2005 für Forschung und Entwicklung in Deutschland ausgegeben wurde. Bald jedes zweite mittelständische Unternehmen ist von wirtschaftskriminellen Aktivitäten insbesondere von Informations- oder Know-how-Diebstahl betroffen.

Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland hat schon konkret einen Fall von Know-how-Verlust zu beklagen.

2. Was sollten Unternehmen besonders beachten?

Know-how ist wirtschaftlich relevantes und geheimes Wissen, zum Beispiel Betriebsgeheimnisse. Dieses Wissen baut in der Regel auf Informationen und Daten auf, die im Unternehmen vorliegen. Dies macht den praktischen Know-how-Schutz so schwierig. Selten gelingt es Angreifern das Unternehmenswissen an sich zu bringen. Jedoch gelingt es häufig, relevante Daten und Informationen unberechtigt zu beschaffen. Deswegen hat der Know-how-Verlust so viele Gesichter. Am einfachsten kommen Interessierte an Unternehmensdaten über die IT- und Kommunikationsinfrastruktur heran. Auch Mitarbeiter sind für Know-how-Diebe ein großes Potenzial. Die spektakulären Fälle von Lopez bis Ferrari sind aus der Presse bekannt. Doch im Mittelstand findet unter leiseren Bedingungen ständig ungewünschter Know-how-Abfluss durch Personalfluktuation, unzufriedene Mitarbeiter oder gezielte Angriffe statt.

3. Wo liegen weitere Möglichkeiten für Unternehmen? 

Die Antwort liegt in der besonderen Kompetenz der Unternehmen bei gleichzeitiger Sorglosigkeit über einen möglichen Know-how-Verlust. Die Know-how-Träger sind „Hidden Champions“ in globalen Märkten aber im Vergleich zu Großunternehmen oft sehr viel schlechter geschützt. Das Bewusstsein, Besonderes zu wissen, ist sehr gering ausgeprägt. Know-how-Schutz auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern gilt häufig als ein Bruch mit der eigenen Unternehmenskultur. Ein strategischer Ansatz zum Know-how-Schutz gelingt über einen Ansatz mit vier Stufen. Zu jeder Stufe gehört eine zentrale Schlüsselfrage, die in der jeweiligen Stufe beantwortet werden muss:

(1) Welches Know-how hat das Unternehmen?

(2) Welches Know-how ist wie wichtig?

(3) Welche Angriffe können auf die Know-how-Basis erfolgen?

(4) Wie wird das vorhandene und relevante Know-how gegen die Angriffe konkret geschützt?

Darauf hin können der Aufbau und die Umsetzung einer Schutzstrategie für das Unternehmens Know-how erfolgen. Mittelständische Unternehmen halten sich vor den wirtschaftlichen Folgen des Know-how-Verlusts durch ihre eigene Innovationsleistung oft gefeit. Doch Know-how-Verlust ist wie eine Infektionskrankheit mit langer Latenzzeit. Man merkt unmittelbar nach der Infektion noch wenig. Doch dann kommen plötzlich hoch kompetitive Produkte aus bisher unbekannten Quellen, zu unschlagbaren Preisen auf den Markt. Klar, der Wettbewerber hatte ja praktisch keine Lernkurve. Mit den Marktanteilen ist dann der Wettbewerbsvorsprung oft endgültig verloren.

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