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11.06.2019

Keine Gewährleistung wegen Besucherritze im Ehebett

© Martina Berg/Shotshop.com

Ein Ehepaar hatte ein Boxspringbett von 1,60 x 2,00 Metern mit zwei separaten, elektrisch verstellbaren Liegeflächen erworben. Nach Lieferung stellte sich heraus, dass die Matratzen und die darauf befindlichen Topper auseinanderrutschen und sich dadurch eine Ritze bildet. Die Käufer machten daraufhin Gewährleistungsrechte nach § 437 BGB geltend. Ihre Klage blieb jedoch ohne Erfolg (Urteil des LG Düsseldorf vom 9. Mai 2019, Az. 19 S 105/17).

Matratzen in einem Bettkasten seien durch Seitenwände gegen Verrutschen gesichert und damit grundsätzlich stabiler als in einem Boxspringbett. Da dort Matratzen und Topper nur durch das Kopfteil und einen Aufnahmebügel am Fußende gesichert seien, seien Boxspringbetten stets stärkeren Seitenbewegungen ausgesetzt. Der Nachteil werde jedoch durch den Vorteil einer fehlenden und den Einstieg behindernden Seitenwand kompensiert. Zudem handele es sich nur um ein leichtes Schwingen, nicht jedoch um ein Verrutschen, durch das die Position der Matratze länger verändert werde.



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