ThemenübersichtMenü
Betrifft-Unternehmen
02.12.2018

Fitnesstudio darf "Olympia Special" anbieten

© ISO K° - photography/Shotshop.com

Eine Fitnessstudiokette warb deutschlandweit mit einer Rabattaktion "Olympia Special", wobei u.a. "wir holen Olympia in den Club" und "Training bei (Name der Beklagten) wird olympisch" verwendet wurden. Hiergegen wandte sich der Deutsche Olympische Sportbund, der darin einen Verstoß gegen das  Olympiaschutzgesetz (OlympSchG) erblickte. Die Klage blieb jedoch vor dem OLG Frankfurt a.M. (Az. 6 U 122/17 vom 1. November 2018) erfolglos.

Es bestehe schon keine VErwechslungsgefahr zwischen der Werbung und den nach dem OlympSchG geschützten Bezeichnungen "Olympia" und "olympisch". Ein verständiger Durchschnittsverbraucher würde nicht auf die Idee kommen, dass das Fitnessstudio irgendwelche geschäftliche Beziehungen zu den VEranstaltern der Spiele unterhalte. Eine etwaige Sponsorenstellung würde nämnlich üblicherweise (was der Verkehr wisse) deutlich herausgestellt. Es liege auch keine unlautere Ausnutzung oder Beeinträchtigung der Wertschätzung der Olympischen Spiele oder der Olympischen Bewegung vor. Eine rein zeitliche Bezugnahme auf parallel stattfindende Olympische Spiele sowie die Verwendung eines nach dem OlympSchG geschützten Begriffes als Synonym für eine außergewöhnlich gute Leistung seien unbedenklich. Olympia-Qualität werde gerade nicht versprochen. Soweit ein "persönlicher Medaillenspiegel" angekündigt werde, werden die geschützten Begriffe in zulässiger spielerischer Weise auf die Rabattbedingungen übertragen. Damit sei aber keine Qualitätsaussage verbunden.



Jetzt kostenloses Probeheft bestellen!

Ein-/Ausblenden

comply.

Fachmagazin für Compliance-Verantwortliche

Best Practice für Compliance und Sicherheit!

Preis: 134,40

Zum Produkt

Compliance Datenbank:

Ein-/Ausblenden

comply. Plus

Die Datenbank für Compliance und Datenschutz

Profitieren Sie von Best Practice in Compliance und Datenschutz!

Preis: € 348,00

Zum Produkt