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Hinweis zum Muster: Antrag auf Aufwendungsersatz/Aufwandsentschädigung

  • Aufwandspauschale

Ehrenamtliche Betreuer haben die Möglichkeit, jährlich eine Aufwandspauschale geltend zu machen. Die Höhe der Pauschale beträgt 323Euro jährlich und kann erstmalig 12 Monate nach der Bestellung beantragt werden. Der Anspruch erlischt, wenn er nicht binnen 3 Monaten nach Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entsteht, geltend gemacht wird. Hierdurch sollen die Aufwendungen insgesamt abgegolten werden.

  • Aufwendungsersatz

Statt der Pauschale kann der ehrenamtliche Betreuer seine Aufwendungen auch mit Einzelnachweisen abrechnen. In diesem Fall sind die Aufwendungen vollständig zu belegen. Wird der Aufwendungsersatz nicht längstens 15 Monate nach seinem Entstehen geltend gemacht, erlischt der Anspruch. In Ausnahmefällen kann das Gericht eine längere Frist bestimmen. Zu den Aufwendungen zählen z. B. die Kosten für Fahrten, Porti, Telefonate, Kopien und für eine Haftpflichtversicherung. Auf die zu erwartenden Aufwendungen kann vom Betreuer ein Vorschuss verlangt werden.

Der Anspruch aus der Aufwandsauschale oder dem Aufwendungsersatz richtet sich grundsätzlich gegen den betreuten Menschen. Ist der betreute Mensch mittellos, kann der Betreuer die Aufwandsauschale bzw. den Aufwendungsersatz aus der Staatskasse verlangen.

Jürgen Thar, aus: Leitfaden Betreuungsrecht, 5. Auflage 2009. mehr

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