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Familie Betreuung Soziales

Hinweis zum Muster: Teilaufhebung der Betreuung wegen anderer Hilfen

Der Betreuer ist verpflichtet, dem Gericht mitzuteilen, dass die Betreuung in Teilbereichen aufgehoben werden kann, wenn andere Hilfen gleichermaßen vorhanden und geeignet sind.

Die wirksame Errichtung einer Vorsorgevollmacht, auch wenn sie sich lediglich auf Teilbereiche der bisherigen Betreuung erstreckt, erübrigt insoweit die Betreuung. Die Errichtung einer Vorsorgevollmacht setzt voraus, dass derjenige, der die Vollmacht errichtet (Vollmachtgeber), geschäftsfähig ist. Der Vollmachtgeber muss dem Bevollmächtigten unbedingtes Vertrauen entgegenbringen. Möglicherweise war der betreute Mensch in der Vergangenheit so krank, dass er keine Vollmacht errichten konnte. Nachdem sich sein Gesundheitszustand verbessert hat, ist er nun in der Lage, die Folgen einer Vollmacht abzusehen. Denkbar ist auch, dass er zwischenzeitlich einen Menschen gefunden hat, dem er das nötige Vertrauen entgegenbringen kann. Dann ist er jetzt in der Lage, eine wirksame Vollmacht zu errichten.

Besteht die Möglichkeit der Erteilung einer Vollmacht nicht, setzt die Wirksamkeit anderer Hilfen voraus, dass der bisher betreute Mensch mit Hilfe etwa von der Familie, anderer Personen, des sozialen Umfeldes, des Heims oder sozialer Verbände in der Lage ist, die anstehenden Angelegenheiten selbstständig und eigenverantwortlich zu erledigen. Das Verfahren kann mit dem Einreichen eines entsprechenden Attestes beschleunigt werden.

Jürgen Thar, aus: Leitfaden Betreuungsrecht, 5. Auflage 2009. mehr

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