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Vorsorge statt Betreuung

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Zum 1. Januar 1992 wurde im Bürgerlichen Gesetzbuch die Entmündigung und Gebrechlichkeitspflegschaft für Erwachsene reformiert. Den Alternativen zur Betreuung – Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – wurde ein besonderes Gewicht beigemessen. Ziel war und ist es, durch Beratung und Unterstützung weite Teile der Bevölkerung zu motivieren, mit Hilfe der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung schon heute zu bestimmen, was später einmal geschehen soll.

Eine Betreuung kann somit erst dann bestellt werden, wenn keine andere, für die Regelung der anstehenden Angelegenheiten wirksame, Vorsorge getroffen ist.

Nur die eigene Vorsorge sichert ein Höchstmaß eigener Entscheidungsfreiheit. Eine wirksame Vollmacht erübrigt die Betreuung und damit eine gerichtliche Entscheidung. Erst wenn keine wirksame Vollmacht vorhanden ist oder andere Hilfen nicht ausreichen, darf eine Betreuung vom Gericht bestellt werden.

Für den ehrenamtlichen Betreuer macht das Wissen um die Möglichkeiten der Vorsorge dennoch Sinn, da er im Verlauf seiner Tätigkeit (z. B. bei der Durchsicht der Unterlagen des betreuten Menschen) auf eine Vollmacht treffen kann. Soweit der ehrenamtliche Betreuer für sich selbst noch keine Vorsorge getroffen hat, wird er sich von Zeit zu Zeit Gedanken darüber machen, welches seine Wünsche wären, stünde er an der Stelle des betreuten Menschen.

  • Vorsorgevollmacht

    Mit einer Vorsorgevollmacht erteilen Sie als Vollmachtgeber einer anderen Person die Berechtigung/ Befugnis, als Ihr Stellvertreter zu entscheiden und zu handeln.

    Sie können eine oder mehrere Personen insgesamt bevollmächtigen oder die Befugnisse auf verschiedene Personen aufteilen. Sie können die Befugnis einschränken oder umfassend erteilen. Eine Vorsorgevollmacht ist eine reine Vertrauenssache. Eine Kontrolle ist nicht vorgesehen und kann nur in dem Rahmen erfolgen, den Sie bestimmen. Deshalb macht eine Vorsorgevollmacht nur dann Sinn, wenn Sie demjenigen, den Sie bevollmächtigen wollen, absolutes Vertrauen schenken.

    Mehr zum Thema „Vorsorgevollmacht“

    Muster für Vorsogevollmachen

  • Betreuungsverfügung

    Mit der Betreuungsverfügung können Sie schon heute wünschen, wer für den Fall der erforderlichen Betreuung als Betreuer bestellt werden soll. Sie können ihren Willen und ihre Wünsche äußern, an denen sich der Betreuer bei seiner Tätigkeit orientieren soll. Die Betreuungsverfügung bindet das Gericht und den Betreuer, soweit der von Ihnen bestimmte Betreuer geeignet ist, die ihm übertragene Aufgabe zu erledigen.

    Muster für Vorsogevollmachen

  • Patientenverfügung

    Mit der Patientenverfügung erklären Sie, wann und unter welchen Bedingungen Sie welche Art und Weise der medizinischen Untersuchung und Behandlung wünschen. Die meisten Patientenverfügungen haben Willenserklärungen, die sich auf die letzten Tage des Lebens beziehen, zum Inhalt. Die Diskussion der letzten Jahre hat zur Wirkung, dass in der Praxis die Patientenverfügung an Bedeutung gewonnen hat. Überwiegend wird in der Patientenverfügung bestimmt, welche der medizinischen Untersuchungen und Behandlungen am Lebensende nicht mehr erfolgen sollen. Daneben ist es jedoch gleichermaßen bedeutsam zu bestimmen, welche Maßnahmen gewünscht sind. So hat z. B. der bekannte Patientenwille bei der Entscheidung für oder gegen die medikamentöse Behandlung von Schmerzen in der Sterbephase auch, wenn dadurch der Tod früher eintritt, ein erhebliches Gewicht.

    Mehr zum Thema „Patientenverfügung“

    Muster für Patientenverfügungen

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