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Familie Betreuung Soziales
06.06.2019

Vermögensdelikte bei Vollmachtgebern und Betreuten

Im vergangenen Monat hatte die Bundestagsfraktion der FDP eine kleine Anfrage zu Vermögensschäden bei alten und pflegebedürftigen Menschen gestellt (Bundestagsdrucksache 19/9883). Die Anfrage bezieht sich auf den Bereich der Bevollmächtigungen und gesetzlichen Betreuungen.

Mittlerweile liegt die Antwort der Bundesregierung vor (Bundestagsdrucksache 19/10400).

Die Frage, ob ein Handlungsbedarf besteht, alte und pflegebedürftige Menschen vor Schädigung des Vermögens aufgrund von Vollmachtsmissbrauch oder Delikten durch nicht verwandte Bezugspersonen zu schützen, lässt die Bundesregierung mit Verweis auf die kürzlich beendete Studie zu Vermögensdelikten in Betreuungsverhältnissen (siehe Portalmeldung vom 12.04.2019) offen. Die Studienergebnisse würden derzeit ausgewertet, um daraus gegebenenfalls Handlungsschritte zu entwickeln. Über die o. g. Studie hinausgehende Daten zu Häufigkeit und Umfang von Vermögensdelikten liegen nicht vor.

Spezielle Beratungsangebote für ältere und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige, die Opfer von Vermögensdelikten wurden gibt es weder auf Landes- noch auf Bundesebene. Ein solches Angebot befindet sich auch nach Aussage der Bundesregierung nicht in Planung.

Insgesamt wird deutlich, dass die Datenlage in Bezug auf die benannte Fragestellung spärlich ist bzw. dass Daten nicht vorhanden sind. Die Studie Vermögensdelikte in Betreuungsverhältnissen kann diesbezüglich jedenfalls nicht als Quelle dienen, verneinen die Autoren doch ausdrücklich, dass Aussagen zur Häufigkeit von Vermögensdelikten nicht abgeleitet werden können.



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