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Familie Betreuung Soziales
28.09.2017

Testierfähigkeit bei chronischen Wahnvorstellungen

Chronische Wahnvorstellungen können Testierunfähigkeit begründen. Zu diesem Schluss ist das Oberlandesgericht Frankfurt am Main gekommen (20  W 188/16 vom 17.08.2017).

„Testierunfähigkeit liege nicht nur vor, wenn der Erblasser sich keine Vorstellung davon mache, überhaupt ein Testament zu errichten oder dessen Inhalt und Tragweite nicht einordnen könne“, so das Oberlandesgericht. „Sie sei vielmehr auch dann gegeben, wenn allein die Motive für die Errichtung des Testaments auf einer krankheitsbedingten Unfreiheit beruhten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Gerichts.

Im konkreten Fall fühlte sich die Erblasserin zu Lebzeiten ständig von Dieben bestohlen und beauftragte daher im großen Umfang Detektive. Diese wurden von ihr im Testament als Erben eingesetzt.

Das Amtsgericht war davon ausgegangen, dass die Erblasserin einen „lichten Moment“ gehabt habe und nahm die Testierfähigkeit als gegeben an. Dies sei vom Amtsgericht weiter aufzuklären, so das OLG Frankfurt.



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