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Familie Betreuung Soziales
02.11.2018

Erhebliche Unterschiede in der Substitutionspraxis innerhalb des Justizvollzugs

Die Praxis der Substitutionsbehandlung innerhalb des Justizvollzugs differiert erheblich in den Bundesländern. Dies ist einer Antwort der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 19/5225, Seite 5) auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zu schadensmindernden Maßnahmen beim intravenösen Drogenkonsum im Strafvollzug zu entnehmen.

Da die Zuständigkeit für den Strafvollzug bei den Ländern liegt, fällt die Beantwortung der Anfrage wenig umfangreich aus. Allerdings referiert die Drucksache u. a. die Ergebnisse einer Stichtagsabfrage bei den Ländern von Anfang dieses Jahres.

Daraus ergeben sich immense Unterschiede bei der Behandlung opioidabhängiger Menschen im Strafvollzug. Die meisten Behandlungen fanden in den Ländern Nordrhein-Westfalen (1.415 Behandlungen) und Berlin (1.068 Behandlungen) statt. Praktisch keine Substitutionsbehandlung existiert demnach in Sachsen (1 Behandlung), Mecklenburg-Vorpommern (2 Behandlungen) sowie im Saarland (2 Behandlungen). In Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Bayern finden sich Behandlungszahlen im mittleren zweistelligen Bereich.

Die aufgeführten Zahlen beziehen sich nicht auf einen einheitlichen Stichtag und verteilen sich auf einen Zeitraum etwa vom 1.1.2016 bis 1.2.2017. Die hohe Spannweite der Daten lässt jedoch bezweifeln, dass Entscheidungen über die Vornahme einer Substitutionsbehandlung in einigen Bundesländern nach medizinischen Gesichtspunkten getroffen werden.



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