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Familie Betreuung Soziales
06.12.2018

DIM thematisiert das Thema Zwang in der Psychiatrie im Menschenrechtsbericht

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIM) hat seinen Bericht für den Deutschen Bundestag zur Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland für den Zeitraum von Juli 2017 bis Juni 2018 vorgelegt.

Der Bericht enthält drei Schwerpunkt, einer davon ist das Thema Zwang in der allgemeinen Psychiatrie für Erwachsene.

Das DIM bemängelt die unzureichende und uneinheitliche Datenlage in Bezug auf die Praxis von Zwangsmaßnahmen. Außerdem werden die regional- sowie einrichtungsspezifischen Unterschiede in der Häufigkeit von Zwangsmaßnahmen angesprochen.

Als Gründe hierfür sieht das DIM die Vielzahl nicht einheitlicher gesetzlicher Regelungen in der Bundesrepublik. Weiterhin werden demografische Faktoren, unterschiedliche Bedingungen in den Kliniken und die Einstellungen und Methoden von Fachpersonal als Ursachen genannt.

Es wird empfohlen, unterschiedliche Ansätze zur Vermeidung von Zwang zu verfolgen:

  • gutes und vielfältiges gemeindepsychiatrisches Versorgungsnetz
  • Aus- und Weiterbildung von Personal
  • wirksame Kontrollmechanismen und gerichtlicher Rechtsschutz
  • Entwicklung einer Vielfalt von Hilfe- und Therapieangeboten

Der Politik wird dringend empfohlen, „für die allgemeine Psychiatrie das Ziel verbindlich vorzugeben, sich auf die Vermeidung von Zwang auszurichten und die erforderlichen Kompetenzen zu entwickeln.“



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