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30.08.2018

DGPPN-Leitlinie zum Thema Zwang in der Psychiatrie

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat kürzlich die S3-Leitlinie „Verhinderung von Zwang: Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens bei Erwachsenen“ veröffentlicht.

Die Leitlinien sollen „Empfehlungen zu Diagnose und Therapie von aggressivem Verhalten auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und guter Versorgungspraxis zur Verfügung stellen“ und damit einen Beitrag zur Reduzierung von Zwangsunterbringungen und Zwangsbehandlungen leisten.

Erheblichen Forschungsbedarf benennen die Leitlinien in der Frage, welche Strategien zur Zwangs- und Gewaltprävention in Einrichtungen ratsam sind, ob es beispielsweise besser sei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Sicherungsbedarf gleichmäßig auf mehrere Stationen zu verteilen oder ob die Betroffenen auf einer Station zusammenzuführen seien, um damit auf den übrigen Stationen für eine gewaltfreie therapeutische Atmosphäre zu sorgen.

Eindeutig sind hingegen die Empfehlungen dahingehend, dass Maßnahmen zur Verbesserung des Vertrauensverhältnisses und des Arbeitsbündnisses eine generalpräventive Wirkung zeitigen. Um dies zu erreichen seien u. a. folgende Ansätze hilfreich:

  • Schulung der Mitarbeiter
  • Behandlungsvereinbarungen
  • kooperative Entscheidungsfindung
  • trialogische Ansätze
  • Entstigmatisierung

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