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Studie: Trends 2016 im Global Trade Management.

Studie: Trends 2016 im Global Trade Management.

Die Studie „Global Trade Management Agenda 2016 – Kollaboration in der Supply Chain“ des Softwareunternehmens AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) zeigt: In internationalen Lieferketten ist das Thema Beschleunigung besonders wichtig. Von den 319 befragten Experten aus dem Umfeld Logistik, Außenwirtschaft und Supply Chain betonten 75 Prozent die große Bedeutung kürzerer Liefer- und Durchlaufzeiten. Rund 27 % von ihnen messen dem Thema sogar eine sehr hohe Bedeutung zu – deutlich mehr als in der Untersuchung des Vorjahres. 

Vor allem schneller werden

Von kürzeren Lieferzeiten versprechen sich die Studienteilnehmer vor allem Wettbewerbsvorteile. 
Die Frage danach, wie man Güter und Waren noch schneller befördern kann, spiele auch in den Medien eine große Rolle. Sie berichteten verstärkt über Paketauslieferungen mit Drohnen oder mit flexiblen privaten Lieferdiensten. Diese Popularität habe unter anderem dazu beigetragen, das Thema auf Platz eins der GTM-Agenda zu rücken.

Bedeutung von Rechtssicherheit höher eingestuft

Die Studienergebnisse zeigen auch, dass sich die Ansprüche an das Global Trade Managements (GTM) 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert haben. Bei der Vorgängerstudie stand noch das Thema „Einhaltung von Embargovorschriften“ im Fokus – angeheizt durch die starke mediale Präsenz der Russlandkrise. Diese Aufgabe steht zwar noch immer auf der Agenda der Studienteilnehmer, ist aber mit 60 Prozent ins Mittelfeld der Prioritätenliste gerutscht. Die Bedeutung der Gewährleistung von Rechtssicherheit ist mit 66, 5 Prozent noch genauso hoch wie im Vorjahr, wichtiger ist heute 70 Prozent der Befragten die Aufgabe der Risikominimierung in der Lieferkette, gefolgt von der Umsetzung von zollrechtlichen Änderungen (69,4 %).

Fachkräfteengel von hoher Bedeutung

Der Fachkräftemangel ist ein Thema, das anscheinend vielen Unternehmen Sorge bereitet. Die Gewinnung und Ausbildung von Mitarbeitern ist für zwei von drei der Befragten von hoher Bedeutung (68,2 %). Damit nimmt diese Aufgabe den vierten Platz auf der Global Trade Management Agenda ein. Das sei laut Studie sicherlich ein Hinweis auf die zunehmende Professionalisierung im Außenwirtschaftsbereich, bei dem ein Engpass an gut ausgebildetem und erfahrenem Personal typische Begleiterscheinung ist. 

Weitere Schwerpunkte der Studie waren die Senkung der Gesamtkosten und die Frage danach, wie gut die Unternehmen in ihrem Global Trade Management aufgestellt sind, um den Herausforderungen in naher Zukunft zu begegnen.

Kollaboration in der Supply Chain: Klarer Wettbewerbsvorteil

Last but not least blickt die Untersuchung neben den GTM-Trends auch auf das Thema Kollaboration in der Supply Chain. Für diese intensive Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen gibt es zwar bereits Beispiele in der betrieblichen Praxis, Standardrezepte allerdings (bisher) keine.

Doch wer in der Supply Chain eng mit anderen Unternehmen zusammenarbeitet und mit ihnen gemeinsam Abläufe optimiert, verschafft sich entscheidende Wettbewerbsvorteile. Den Ergebnissen nach teilen diese Ansicht vier von fünf Außenhandels- und Logistikexperten (82,6 %). Fast ein Drittel stimmt hier sogar „voll und ganz zu“ .

Die Experten erwarten sich als Ergebnis einer Kollaboration in erster Linie optimierte Prozesse (87,3 %), heißt es in der Studie. Für wahrscheinlich halte die große Mehrheit außerdem einen Gewinn an Know-how und beschleunigte Abläufe entlang der Supply Chain (83,7 bzw. 81,3 %).

Welche zeitlichen und finanziellen Vorteile Kollaboration den Unternehmen tatsächlich bringt: Am häufigsten können die Befragten durch Supply Chain Collaboration Transportkosten senken (31,7 %), außerdem verkürzten Unternehmen dadurch Durchlaufzeiten und reduzieren Verzögerungen bei Kundenbelieferungen (27,9 bzw. 24,5 %). Für mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer sei Kollaboration mit Kunden und Lieferanten in ihren Unternehmen mittlerweile Realität (57 bzw. 55,4 %). Zudem finde eine derartige Zusammenarbeit auch häufig mit Spediteuren und Logistikdienstleistern statt.

Kollaboration: Auch ein IT-Thema

Unabhängig davon, wie die Experten Kollaboration im Detail definieren, sei durchweg eine sehr positive Stimmung gegenüber dieser Strategie festzustellen. Kollaboration sei ein Thema mit aktuell hoher Relevanz bei den Unternehmen.

So sind fast alle Befragten der Meinung, dass Kollaboration generell an Bedeutung gewinnt (91,7 %). Dabei ist man sich einig, dass Kollaboration deutlich über Kooperation hinausgeht und daher auch zu einer höheren Komplexität führt. Kollaboration sei für die Befragten in der Studie zum großen Teil auch ein IT-Thema: Lediglich rund 20 % finden nicht, dass Kollaboration „stark IT-getrieben ist.“

Der Transport ist der wichtigste Bereich für Kollaboration. 45% der Befragten arbeiten hier schon eng mit Partnern zusammen, 26% planen dies. Auch bei Beständen, Forecasting sowie Order- und Kapazitätsmanagement kollaborieren 30 bis 40% der Befragten mit anderen Firmen. Unternehmen nutzen zur Kollaboration am häufigsten IT-Plattformen (58,5 %) oder einigen sich auf Branchenstandards (56,9 %). Wer bereits auf diese oder eine andere Weise mit Partnern eng zusammenarbeitet, beurteilt Supply Chain Collaboration sogar noch häufiger als Wettbewerbsvorteil (87,2 %) als der Durchschnitt.

Weitere Studienergebnisse liefert der Beitrag: „Global Trade Management: Schnellere Lieferungen stehen 2016 in internationalen Lieferketten an erster Stelle“ von Dr. Ulrich Lison, in: „Der Zoll-Profi!“, Ausgabe Mai 2016.

Quelle: Zeitschrift "Der Zoll-Profi", Ausgabe Mai 2016, Bundesanzeiger Verlag Köln

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