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Digitale Betriebsprüfung – hohe Transparenz quasi auf Knopfdruck

Digitale Betriebsprüfung
©utemoy-Fotolia.com

Das Thema „Digitale Betriebsprüfung“ erlangt für Ihr am internationalen Warenhandel beteiligtes Unternehmen zunehmend an Bedeutung und stellt Sie vor neue Herausforderungen. Denn während der Zoll früher nur in Stichproben prüfen konnte, kann er heute durch die Digitalisierung der Prüfprozesse quasi per Knopfdruck Vollprüfungen durchführen. Von den digitalisierten Prüfungen sind alle Prüfungsarten betroffen: Zollprüfungen, Außenwirtschaftsprüfungen, Präferenzprüfungen und sonstige Prüfungen. 

Zoll prüft das Tarifierungsrecht

Der Zoll hat laut § 147 Abs. 6 der Abgabenordnung die Möglichkeit, alles, was Sie digital erstellt haben, auch digital zu prüfen und in digitaler Form einzufordern. Sie müssen daher heute, speziell für die jeweilige Prüfung, die entsprechenden Daten zur Verfügung stellen. Wenn beispielsweise der Zoll die Importvorgänge prüfen will, dann gibt es häufig zwei Prüfungsschwerpunkte. Zum einen prüft er regelmäßig das Tarifierungsrecht. Dabei handelt es sich um die Warentarifnummer, die fortwährend Teil der zollrelevanten Stammdaten sein sollte. Nun könnte der Zoll für Prüfungszwecke die im System hinterlegten Stammdaten mit den tatsächlichen Anmeldungen abgleichen.

Das Ergebnis kann erstaunlich sein, denn möglich ist, dass ein und derselbe Artikel mit unterschiedlichen Warentarifnummern angemeldet worden ist. Das kann beispielsweise dann passieren, wenn unterschiedliche Personen an der Abfertigung beteiligt waren.Das Ergebnis kann erstaunlich sein, denn möglich ist, dass ein und derselbe Artikel mit unterschiedlichen Warentarifnummern angemeldet worden ist. Das kann beispielsweise dann passieren, wenn unterschiedliche Personen an der Abfertigung beteiligt waren. Wenn der Zolldeklarant auf Basis der Lieferpapiere eines drittländischen Lieferanten abfertigt, kann es sehr schnell zu Abweichungen kommen. 

Den zweiten Prüfungsschwerpunkt bildet das Zollwertrecht

Auch hier bieten die Daten darüber hinaus eine deutlich größere Auswertungsmöglichkeit. Es ist sehr einfach, die Daten aus der Finanzbuchhaltung mit den angemeldeten Zollwerten abzugleichen. Die Prüfer könnten auch nach bestimmten Schlagworten in der Finanzbuchhaltung suchen, wie z.B. Beistellungen, Lizenzkosten, Provisionen etc. Diese Dinge können auch zollwertrechtlich relevant sein, weil sie ggf. dem Zollwert hinzuzurechnen sind.Wenn der Zolldeklarant auf Basis der Lieferpapiere eines drittländischen Lieferanten abfertigt, kann es sehr schnell zu Abweichungen kommen. 

Wie sich die Digitalisierung der Zollprüfung daher konkret auf Ihren Warenhandel auswirkt und was passiert, wenn ein Unternehmen die neuen Bestimmungen nicht berücksichtigt, diese und weitere Fragen beantworten Dr. Axel Becker, Leiter GDPdU-Consulting bei der Audicon GmbH, Düsseldorf und Andreas Beckmann, Geschäftsführer der AWB Steuerberatungsgesellschaft mbH in dem Interview zum Thema: „Datenanalyse statt Bauchgefühl. Die Digitalisierung der Zollprüfung als Herausforderung für Unternehmen“, in: „Der Zoll-Profi“, Ausgabe Mai 2014.

Quelle: Zeitschrift der "Zoll-Profi!", Ausgabe Mai 2014, Bundesanzeiger Verlag, Köln

Foto: © utemov-Fotolia.com

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