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Vom zollfreien Handel mit Südkorea profitieren

Ab 01.07.2011 ist es soweit: Für Sie als deutscher Wirtschaftsbeteiligter ist die Einfuhr von Ursprungswaren mit nachgewiesenem Präferenzursprung der Republik Korea in die Europäische Union zollfrei. In einer Mitteilung vom 08.11.2010 hat die deutsche Zollverwaltung bekannt gegeben, dass das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Republik Korea (gebräuchlicher Name: Südkorea) voraussichtlich ab genanntem Zeitpunkt anwendbar sein wird. Durch die zollfreie Einfuhr in die Republik Korea wird gleichzeitig auch der Export von Ursprungswaren aus Deutschland mit präferenziellem Ursprung der Europäischen Union gefördert. Die Ursprungsregeln sind schon bekannt, sodass bereits geprüft werden kann, ob eine Ware die präferenzielle Ursprungseigenschaft im Sinne dieses Abkommens besitzt oder auch nicht. Das Abkommen hat daher auch schon jetzt bereits Auswirkungen auf Ihre Liefergeschäfte.

Aktuelle Auswirkung
Auf Kundenwunsch kann ab sofortdie Republik Korea als Zielland in der Lieferantenerklärung nach der VO (EG) Nr. 1207/2001 aufgeführt werden, wenn die Ursprungsregeln des Abkommensbereits jetzt nachweislich erfüllt werden.

Beispiel:
Ein Hersteller in Berlin liefert einem Kunden in Hamburg ein Mikroskop der Zolltarifposition 9011. Der Kunde plant, dieses Mikroskop im kleinen Umfang durch Anpassungen zu ergänzen und in der zweiten Jahreshälfte 2011 an einen Kunden in Südkorea zu exportieren. Das Mikroskop wäre dann ein Ursprungserzeugnis im Sinne des neuen Abkommens, wenn der Anteil der drittländischen Vormaterialien 45 % des Ab-Werk-Preises nicht überschreitet. Ist dies nachweislich bei der Herstellung des Mikroskopes in Berlin der Fall, dann kann auf der Lieferantenerklärung oder auf der Langzeit-Lieferantenerklärung folgende Eintragung vorgenommen werden: „[…] und den Ursprungsregeln für den Präferenzverkehr mit KR (ab Inkrafttreten) entsprechen.“

Bereits vorhandene Vordrucke können auch entsprechend ergänzt werden.

Hinweis
Das Präferenzabkommen mit der Schweiz sieht übrigens grundsätzlich nur eine 30 %-Regel vor. Das bedeutet, dass für das in Rede stehende Mikroskop bei einem Drittlandsanteil von mehr als 30 %aber nicht mehr als 45 % zwar „KR (ab Inkrafttreten)“ in der Lieferantenerklärung
im Hinblick auf eine spätere zollbegünstigte Ausfuhr eingetragen werden darf, nicht jedoch „CH“.

Lesen Sie den kompletten Beitrag von Gesa Schumann in: „Der Zoll-Profi“, Ausgabe Dezember 2010.

Quelle: Zeitschrift "Der Zoll-Profi", Bundesanzeiger Verlagsges. mbH, Köln

 

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