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Global Trade Management: Rechtssicherheit vor Kostensenkung

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Das Stuttgarter Softwarehaus AEB hat gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) eine Online-Umfrage zu den Themen „Global Trade Management (GTM)“ und „Supply Chain Risk Management“ unter 110 Managern durchgeführt. Die als Studie veröffentlichten Ergebnisse zeigen, was GTM für die Unternehmen bedeutet, welche Trends sich in den nächsten Jahren abzeichnen, was Unternehmen infolgedessen beachten oder außer Acht lassen sollten und wie sie sich trendgerecht aufstellen wollen. Zum GTM zählen alle planerischen und steuernden Aufgaben eines Unternehmens, um internationale Lieferketten und Handelsbeziehungen wirtschaftlich und rechtssicher abzuwickeln. 

Laut der Befragung schätzen Unternehmen den Stellenwert des GTM sehr hoch ein. 90 Prozent der Befragten schreiben ihm eine zunehmende Bedeutung zu. Für 82 Prozent der Manager ist das Global Trade Management ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dabei ist für die Manager die rechtssichere Abwicklung ihrer Exportgeschäfte noch wichtiger als die Kostensenkung. Für 75 Prozent der Befragten ist die Einhaltung der Exportkontrollvorschriften die wichtigste Aufgabe des GTM. An zweiter Stelle folgen Aufgaben rund um die Nutzung zollrechtlicher Vereinfachung. Als letztes steht die Senkung der Gesamtkosten im Fokus der Befragten, wobei dies stark von der Unternehmensgröße abhängt. Große Unternehmen haben die Kostenaspekte des GTM natürlich mehr im Fokus als kleinere Unternehmen.

Awareness im Management „„erforderlich

Welche Maßnahmen könnten den Experten bei ihren Aufgaben im Global Trade Management helfen? Die große Mehrheit der Befragten (76 %) ist der Meinung, dass die Verbesserung der internen Kommunikation einen positiven Einfluss auf den Erfolg im Global Trade Management hat. Denn so kann das Bewusstsein für die Bedeutung des GTM im ganzen Unternehmen verankert und die einzelnen Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert werden. Gerade die wichtigen internen Hemmnisse ließen sich mit gezielten Kommunikationsmaßnahmen wirksam bekämpfen.

Personal: Klasse statt Masse „„

Um die anstehenden Aufgaben in den Unternehmen auf den Weg zu bringen, sind entsprechende Personalressourcen erforderlich. Beim Thema Personal wird deutlich, dass hier nicht auf Masse, sondern auf Klasse gesetzt wird. Zwei Drittel finden nicht, dass ihnen mehr Personal wirklich bei den vorhandenen Engpässen helfen könnte. Die Mehrheit wünscht sich vor allem eine verstärkte Weiterbildung des vorhandenen Personals. Folglich setzen viele Export-Verantwortliche das Thema Weiterbildung weit oben auf ihren Aufgabenzettel für 2014.

GTM als Kernkompetenz

Die Umfrage zeigt, dass ein Großteil der Unternehmen GTM-Aufgaben bzw. -prozesse nicht outsourcen möchte. Für 84 % der Befragten hat das Thema Outsourcing eine geringe bis keine Bedeutung. Dies ist sicherlich auch in Teilen ein Ergebnis der rechtlichen Situation. Auch wenn sich Unternehmen in den unterschiedlichsten Formen von Dienstleistern helfen bzw. vertreten lassen, haftet gegenüber dem Gesetzgeber grundsätzlich das einführende bzw. ausführende Unternehmen, welches das Rechtsgeschäft mit dem Gebietsfremden macht. 

Fehlendes Methodenwissen

Die Supply-Chain-Risiken sind den Unternehmen bewusst, jedoch ist ein systematisches Management dieser Risiken kaum verbreitet. Obwohl bereits seit Ende 2008 eine einheitliche ISO-Norm existiert, gaben nur 10 % der Firmenvertreter an, über ein standardisiertes Risikomanagement(RM)-System zu verfügen. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen noch weit von einem institutionalisierten Risikomanagementsystem entfernt sind. Vieles scheitert bereits an dem erforderli¬chen Methodenwissen.

Welche Informationen erhalten Sie in dem Beitrag: „Global Trade Management: Zunehmend Erfolgsfaktor für Unternehmen“ von Prof. Dr. Dirk H. Hartel und Dr. Ulrich Lison, in: „Der Zoll-Profi!“, Ausgabe März 2014.

Quelle: Zeitschrift "Der Zoll-Profi", Ausgabe März 2014, Bundesanzeiger Verlag, Köln
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