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Folgen des Handelskrieges zwischen USA und China

US-Präsident Donald Trump lässt nicht locker. Er kündigt weiter Handelsabkommen auf und verhängt Strafzölle als außenpolitisches Druckmittel. Im Juni dieses Jahres traf es China. Die USA verhängten Strafzölle auf alle Importe von Stahl und Aluminium sowie sonstigen Metallen aus dem Reich der Mitte. Daraufhin setzte eine Eskalations- bzw. Zollspirale ein, die sich auch auf europäische Unternehmen auswirkt. 

US-Präsident Donald Trump versetzt den Welthandel in Aufruhr. Er kündigt Handelsabkommen auf und verhängt Strafzölle als außenpolitisches Druckmittel. Von den Auswirkungen dieser Maßnahmen sind viele Länder betroffen. Trump begründet seine Vorgehensweise unter anderem damit, dass die USA in der Vergangenheit von ihren Handelspartnern ausgenutzt worden seien, was sich in den Handelsbilanzdefiziten seines Landes widerspiegele. 

Am 29. Juni 2018 traf dieser Vorwurf China. Das Reich der Mitte hat dem von den USA veröffentlichten „Section 301 Investigation Fact Sheet“ zufolge vorsätzlich und gezielt den Handel manipuliert, um die Handelsbilanz zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Trump zufolge sind Gespräche mit China fruchtlos verlaufen, daher ist es seiner Meinung nach an der Zeit, ausgewogenere Handelsbeziehung zu erwirken. Ähnliche Argumente lieferte bereits sein Ross Report, der die Sonderzölle auf Stahl und Aluminium gegenüber der EU rechtfertigte. Anscheinend setzt die Regierung Trump Strafzölle als probates Mittel ein, um einen Interessensausgleich zu forcieren. Entsprechend lieferte der Untersuchungsbericht 301 auch folgende Ergebnisse bzw. Unterstellungen (Auszug): 

  • China nutzt nichttarifäre Handelshemmnisse, um US-Exporte nach China ohne sachlichen Grund zu erschweren. Dazu gehören nicht hinnehmbare Joint-Venture-Zwangsbestimmungen, Investment-Restriktionen, Verwaltungs-, Genehmigungs- und Überwachungsvorschriften, die einen freien Wettbewerb unmöglich machen.
  • Freie und ungehinderte Lizenzerteilung und der Zugang zum chinesischen Markt werden verhindert.
  • China übernimmt, investiert in und beteiligt sich an US-Technologiefirmen mit dem Ziel, innovative Technologien und Know-how abzuschöpfen.
  • China betreibt Cyber Intrusion (Hackerangriffe) im Wirtschafts- und Rüstungsbereich, um an geschützte Daten heranzukommen. 
  • Die Untersuchung beziffert die Schäden, welche die erwähnten Praktiken Chinas jährlich anrichten, auf 50 Milliarden Dollar.

Trump verhängte infolge dieser Ergebnisse im März dieses Jahres Strafzölle auf alle Importe von Stahl und Aluminium sowie sonstigen Metallen aus China. Außerdem kündigte er an, eine Liste von chinesischen Waren im Handelswert von 50 Milliarden Dollar zu veröffentlichen, die mit einem zusätzlichen Strafzoll von 25 Prozent belegt werden sollen. Daraufhin drohte China mit Vergeltungszöllen. Im April veröffentlichten die USA die proklamierte Liste, woraufhin China eine Vergeltungsliste mit mehr als 100 amerikanischen Importwaren im vergleichbaren Handelswert bekanntgab. So ging es Schlag um Schlag weiter. Zuletzt drohte der amerikanische Präsident damit, Strafzölle auf sämtliche Importe aus China zu verhängen und diese gegebenenfalls noch zu verdoppeln. 

Auswirkungen des Handelskriegs 

Die Folgen dieses Handelskrieges sind desaströs – zum Beispiel für die deutsche Exportwirtschaft. Viele deutsche Autobauer fertigen für den China-Export in ihren US-Werken. Nun droht ihnen, ihr Hauptabsatzmarkt wegzubrechen. Auch US-Arbeitsplätze sind in akuter Gefahr. Die verhängten US-Zölle treffen nach chinesischen Angaben zu 59 Prozent ausländisch investierte Unternehmen in China. US-Firmen in China kritisieren die Strafzölle als kontraproduktiv.

Mehr über die Auswirkungen dieses Handelskrieges erfahren Sie in dem Beitrag: „Zollstreit zwischen den USA und China: Neue Spielregeln für den Welthandel“ von Prof. A. Albrecht, in: „US-Exportbestimmungen”, Ausgabe September 2018.

Quelle: Zeitschrift „US-Exportbestimmungen”, Bundesanzeiger Verlag, Köln

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