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„Container Scanning“ verhindert terroristische Handlungen

Die Terroranschläge vom 11. September in den USA haben den internationalen Warenhandel grundlegend beeinflusst. Unter anderem durch das vom US-Kongress im Juli 2007 verabschiedete Gesetz zur Stärkung der Sicherheit bei Luft- und Seefracht. Das Gesetzt schreibt beispielsweise ein „Container Scanning“ bei Seefracht vor. Daraus folgte, dass sich seither sämtliche verschifften Frachtcontainer mit dem Zielort USA bereits im ausländischen Hafen einer vollständigen Durchleuchtung im Hinblick auf konventionelle als auch auf radioaktive und nukleare Gefahren unterziehen müssen. Nur wenn diese Bestimmung eingehalten wird, ist eine Verschiffung in die USA überhaupt möglich.Ziel dieser strengen und mit modernster Prüftechnik vollzogenen Kontrollen ist es, gefährliche Wareneigenarten sowie terroristische Möglichkeiten von der Einfuhr in die USA auszuschließen.

Das Programm des Customs-Trade Partnership Against Terrorism (C-TPAT)

C-TPAT ist ein weiteres Instrument zur Stärkung der gesamten internationalen Lieferkette und sorgt somit ebenfalls für mehr Sicherheit in der Behandlung der Fracht. Es verpflichtet Schiffsunternehmen bereits 24 Stunden im Voraus, zu manifestierende Daten für sämtliche Frachtcontainer zu melden. Diese Daten werden vom US-„National Targeting-Center Cargo Screening to identify high-risk cargo“ ausgewertet und auf Hochrisikoladungen hin überprüft.

Die Customs and Border Protection bewertet in den USA zusätzlich mit risikobasierten Analysen die Ausfuhren und veranlassen mit Unterstützung neuester technischer Mittel eine sichere Einfuhr. Nicht alle großen Seehäfen sind im Sinne der USA sichere Abfahrtsstationen. Ein weltweites Netz von CSI-Häfen mit einer zusätzlichen Vorankündigung der Einfuhrwaren sichert allerdings den reibungslosen US-Einfuhrvorgang.

Technische Aufrüstung in den USA

Nicht nur in den ausländischen Abgangshäfen,auch in den USA musste aus Sicherheitserwägungen aufgerüstet werden. Verfahren wurden formell und technisch völlig umgestaltet. Auch wenn der Ausgangspunkt die Seefracht war, letztendlich ergaben sich in sämtlichen zollrechtlichen Bereichen sicherheitsrelevante Maßnahmen, so beispielsweise auch im Reiseverkehr oder im Luftverkehr. Die Nachverfolgung einer sicheren Lieferkette mit zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (Authorized Economic Operator, AEO) wurde ins Leben gerufen. Eine Vielzahl von Wirtschaftsländern anerkennt die Regeln im Ausfuhrland und ist bereits vernetzt mit den USA (EU, Neuseeland, Kanada, Japan, Jordanien, Rep. Korea, Taiwan). In diesem Sinne zertifizierte CBP 10.678 sichere Wirtschaftspartner, davon 333 Importeure mit dem höchsten Tier 3-Standard (Stand 20.01.2014). U.S. Customs and Border Protection (CBP)neue Aufgabenstellung war und ist, den ordnungsgemäß abgewickelten Handel zu fördern und zu erleichtern, aber dabei gleichzeitig die Einreise von Terroristen sowie das Einbringen terroristisch anzuwendender Waffen zu entdecken und zu verhindern. Um diese Forderungen durchzusetzen, ergeben sich anlässlich der Einfuhr vielschichtige Durchsetzungsstrategien.

Mehr über diese und weitere Kontrollmethoden der USA erfahren Sie in dem Beitrag: „Modernste Sicherheitstechniken überwachen Seehafencontainer“ von Dieter Fraedrich, in: „US-Exportbestimmungen“, Ausgabe Februar 2014.

Quelle: Zeitschrift "US-Exportbestimmungen", Ausgabe Februar 2014, Bundesanzeiger Verlag, Köln

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