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BSE – Lockerungen der US-Importpolitik in Aussicht

Pharmazeutische Produkte

Eine neue Gesetzesinitiative des US-Landwirtschaftsministerium (Department of Agriculture) stellt neue Importregelungen bei Lebendtieren und Tierprodukten zur Abwehr von BSE-Gefahren auf. Die neue „Proposed Rule“ bezieht sich auf eine breite Gattung von Tierimporten aus dem Bereich Paarhufer und Wiederkäuer. Betroffen sind aber auch Produkte, die aus derartigem Tiermaterial produziert werden. Dies betrifft zahlreiche Handelssparten, von der Nahrungsmittel- und pharmazeutischen Industrie bis hin zu Kosmetikprodukten.

Obwohl BSE in Europa schon seit langem durch Futtermittel- und Verarbeitungsvorschriften wirksam bekämpft wird und das Problem als „unter Kontrolle“ eingestuft wird, hielten die USA bis heute trotz mehrerer Reformansätze an ihrer rigiden Importpolitik fest. Sind jetzt Lockerungen dieser US-Importpolitik in Aussicht? Die Antwortet lautet „ja“, denn mit der neuen „Proposed Rule“ sollen sich für Sie als europäischen Exporteur die Rahmenbedingungen zum Positiven verändern. Das bedeutet: Der Handel mit Lebendvieh und Tierprodukten wird vereinfacht und entbürokratisiert – natürlich ohne die Gesundheit der amerikanischen Verbraucher zu gefährden. Zu diesem Zweck wird künftig nach Länderrisiken und Produktklassen unterschieden, um unnötige Handelsbeschränkungen abzubauen.

Dabei wollen sich die USA den geltenden Standards für die Risikoklassifizierung der World Organization for Animal Health, OIE, anpassen. Der Import von Tieren und Tierprodukten
soll sich im Wesentlichen an international akzeptierten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren, die in den Guidelines des OIE Terrestrial Animal Health Code niedergelegt sind. Die Produkt- und Länderklassifizierung wollen die USA nach einer gründlichen Prüfung der wissenschaftlichen Literatur und einer unabhängigen Evaluation der Risiken vornehmen. Die Einfuhr von Rotwild (cervids) und Kamelen (camelids) und Produkten aus diesen Tiergruppen soll künftig keinen BSE Importrestriktionen unterliegen. Die Proposed Rule umfasst nicht Ziegen und Schafe und Produkte aus diesen Gattungen. Allerdings könnten die Importerleichterungen durch eine gezieltere Gefahrenabwehr in Zukunft auch diesen Tiergattungen zugute kommen, wenn angesichts des vor allem in Deutschland grassierenden Schmallenberg-  Virus neue Diskussionen über verschärfte Importverbote aufkommen.

Nach welchen Kriterien und Maßstäben die USA dabei vorgehen, erläutert der Beitrag: „Neue Importregelungen bei Lebendtieren und Tierprodukten zur Abwehr von BSE-Gefahren. Die Gesetzesinitiative im Überblick“ von Dr. Achim Albrecht, in: „US-Exportbestimmungen“, Ausgabe Mai 2012.

Quelle: Zeitschrift "US-Exportbestimmungen", Bundesanzeiger Verlagsges. mbH, Köln

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