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Der erfolgreiche Businessplan

Immer wieder fordern Banken, Geschäftsführungen oder aktuelle bzw. potenzielle Partner, dass ein Unternehmen zur erfolgreichen Gestaltung seines Geschäfts einen Businessplan erstellen muss. Doch was ist überhaupt ein Businessplan, welchen Zweck erfüllt er, welche Inhalte müssen behandelt werden? Und wie kann ein Businessplan dabei helfen, das Exportgeschäft erfolgreich zu planen, zu verändern oder auszubauen?

Was ist ein Businessplan?

Einfach ausgedrückt ist ein Businessplan eine umfassende und ausführliche Beschreibung eines ganzen Unternehmens, eines Unternehmensteils (z. B. einer Sparte oder eines Bereichs) oder auch eines komplexen Projektes, wie es ein Exportvorhaben darstellt. Mit Hilfe eines Businessplans soll vor allem die Frage beantwortet werden, ob eine Geschäftsidee, eine Gründung, eine Kooperation oder Fusion das bestehende Unternehmenskonzept, eine Expansion (im In- oder Ausland) oder ein großes Projekt Aussicht auf Erfolg hat. Ein Businessplan dient bei bestehenden Unternehmen außerdem als Grundlage für Gespräche und Verhandlungen mit einer Vielzahl von Geschäftspartnern, die sich genau über ein Unternehmen, seine wirtschaftliche Lage und seine Zukunftsaussichten informieren möchten, etwa Banken, Lieferanten oder Kunden. Ein besonderes Augenmerk liegt stets auf der Betrachtung und Bewertung der Zukunftsaussichten eines Unternehmens. Daher umfasst ein guter Businessplan immer einen Zeitraum von mindestens drei Jahren.
Aus dieser Beschreibung wird deutlich, dass ein Businessplan nicht nur für Gründer ein wichtiges betriebswirtschaftliches Instrument zur erfolgreichen Gestaltung der Zukunft ist, sondern auch von bereits bestehenden Betrieben erstellt werden sollte, um z. B. feststellen zu können, ob das aktuelle Konzept auch in der Zukunft tragfähig ist oder ob Veränderungen notwendig sind. Allerdings ist in diesen Fällen häufig nicht von einem Businessplan, sondern von einem Geschäfts- oder Projektplan die Rede. Das zentrale Ziel ist aber in allen Fällen das gleiche: Mit dem Business- oder Geschäftsplan soll nachgewiesen werden, dass und in welchem Umfang es möglich ist, mit einem Unternehmen oder auch Exportvorhaben Geld zu verdienen. Die Begriffe Business- oder Geschäftsplan werden im weiteren Verlauf des Artikels synonym verwendet.

Knapp, aber bitte ausführlich!

Ein guter Businessplan sollte mit allen Kapiteln und Inhaltspunkten einen Umfang von ca. 25 bis 36 Seiten für die reine Beschreibung möglichst nicht überschreiten. Um diese Vorgabe einhalten zu können, werden in den eigentlichen Plan neben dem Text auch nur Tabellen oder Grafiken mit einer relativ hohen Verdichtung aufgenommen, z. B. Gesamtumsätze oder Kostenblöcke. Detaillierte Berechnungen, Analysen, Auswertungen, Produktbeschreibungen oder andere notwendige Dokumente wie z. B. Markt- und Preisanalysen oder auch die Lebensläufe wichtiger Mitarbeiter kommen in einen Anhang, der nicht auf den Umfang des Plans „angerechnet“ wird.

Wesentliche Ziele und Aufgaben eines Businessplans

Jeder Businessplan muss mindestens die nachstehenden, wesentlichen Ziele und Aufgaben erfüllen:

  •  „Handbuch“, das den Unternehmer bzw. Exportmanager zwingt, seine Geschäftsidee oder das aktuelle Vorhaben noch einmal vollständig systematisch und strukturiert zu durchdenken und schriftlich zu fixieren
  •  Darstellung des Unternehmens bzw. des geplanten Exportvorhabens als Ganzes; kein Herausgreifen und Betrachten einzelner Teile, etwa der Finanzen oder der Kunden
  • Überprüfung des vorhandenen bzw. geplanten Unternehmens-/ Exportkonzepts auf seine Tragfähigkeit (Ist alles vollständig? Sind die Annahmen realistisch? Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Wettbewerber gibt es? Welche Besonderheiten gibt es am Absatzmarkt? Muss mit Hemmnissen gerechnet werden, z. B. Zöllen, Auflagen? Ist die Produktpalette konkurrenzfähig oder sind Anpassungen notwendig? usw.)
  • Aufzeigen möglicher Wissenslücken (Welche Fragen oder Inhaltspunkte können heute noch nicht beantwortet werden? Welche Informationen fehlen? Wie kann man an diese Informationen gelangen? Wie lange dauert das und welche Kosten fallen dazu an?) und Risiken, z. B. Marktrisiken, Eintrittsbarrieren, bürokratische oder kulturelle Besonderheiten, Währungs- oder Preisrisiken, unklare oder fehlende Alleinstellungs- und Differenzierungsmerkmale
  • Simulation von Veränderungen und Überlegungen zu Steuerungsmaßnahmen (Was-wäre-wenn-Rechnung, Abbildung eines Worst-Case-Falles als Trockenübung für einen möglichen Ernstfall inklusive Aufzeigen von Lösungs- und Handlungsalternativen)
  • zentrales Kommunikations- und Informationsinstrument vor allem gegenüber der Geschäftsleitung und wichtigen Dritten, etwa der Bank als zentralem Kapitalgeber und möglichen anderen Geschäftspartnern, die z. B. in eine Kooperation eingebunden werden sollen oder die als Handelsmittler für das Exportvorhaben agieren sollen
  •  Instrument und Grundlage für (weitere) Planung und Steuerung
  • Sensibilisierung für kritische Erfolgsfaktoren (An welchen Stellen wirken sich Veränderungen am schnellsten aus, positiv wie negativ?)
  • Frühwarnsystem und Möglichkeit der Existenzsicherung
  • Grundlage und Ausgangspunkt für Bonitätsprüfungen durch Banken oder andere Investoren (Basel II bzw. ab 2013 Basel III)

Mehr Informationen zum professionellen Erstellen eines Businessplans erhalten Sie hier ...

Quelle: Export Plus – CD-ROM, Bundesanzeiger Verlagsges. mbH, Köln

 

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