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Vorkehrungen gegen Informationsabfluss

Checkliste

Bei der durch Corporate Trust 2007 durchgeführten Studie zur Industriespionage zeigte sich, dass die größte Gefahrenquelle für Firmenspionage bei eigenen oder ausgeschiedenen Mitarbeitern lieg, die Informationen unberechtigt an Dritte weitergegeben haben.

Studien & Marktauswertungen – A Daten zur Bedrohungslage

Ingesamt 39 Prozent beträgt der Anteil der Firmenspionage die durch Miarbeiter durchgeführt wird. Knapp 19 Prozent der Mitarbeiter wurden von ausländischen Geheimdiensten angeworben. 24 Prozent der Schäden entstanden durch Abhören von Besprechungen, geschicktes Aushorchen von Mitarbeitern auf Messen und Belauschen von Telekommunikationsmitteln. Jeweils ca. 15 Prozent der Schäden waren zurückzuführen auf Hackerangriffe auf die EDV-Systeme und Produktpiraterie in Form von Plagiaten. Gut 13 Prozent machten noch Patentrechtsverletzungen aus. Dabei gaben die Unternehmen an, dass die Spionagehandlungen zu 76,9 Prozent in Deutschland und nur zu 15,4 Prozent im Ausland bei einer ausländischen Tochter oder Niederlassung stattgefunden haben.

Durch welche konkreten Handlungen sind Spionageschäden im Unternehmen entstanden? (CT, 2007)

Angaben in Prozent 

Informationsabfluss durch eigene Mitarbeiter 20,3
Anwerben von Mitarbeitern 18,7
Hackerangriff auf die EDV-Systeme 14,9
Nachgemachte Produkte (Plagiate) 14,5
Patentrechtsverletzungen 13,3
Abhören von Besprechungen 10,7
Geschicktes Aushorchen von Mitarbeitern auf Messen ,0
Belauschen von Faxen,Telefonaten, E-Mails 5,3 
Sonstiges 6,7

Vertrieb am stärksten betroffen

Erstaunlich ist, dass sich bei der Untersuchung gezeigt hat, dass entgegen den Erwartungen nicht die Abteilung Forschung und Entwicklung mit nur gut 16 Prozent, sondern der Vertrieb mit 20 Prozent der durch Industriespionage am stärksten betroffene Unternehmensbereich ist. Ein weiterer sensibler Bereich ist der Bereich Personal. Hier bilden Abwerbeversuche durch Headhunter eine wesentliche Gefahrenquelle, Know-how durch den Mitarbeiterwechsel abzuziehen. Nimmt man den Bereich Personal und Management bzw. die Geschäftsführung zusammen, so umfasst dieser Bereich insgesamt 22,9 Prozent. Danach folgt die Abteilung Produktion mit 13,3 Prozent. In der Produktion treffen die Patente neuer Entwicklungen und das Wissen über die Arbeitsprozesse für eine wirtschaftliche Herstellung zusammen. Hier liegt deshalb viel Unternehmens-Know-how.In welchen Unternehmensbereichen wurde spioniert oder bestand der Verdacht auf Spionage? (CT, 2007)

Angaben in Prozent

Vertrieb 20,0
Forschung & Entwicklung 16,1
Personal 14,7 ,
Fertigung 13,3
Management/Geschäftsleitung 8,2
Mergers &Acquisitions 3,7
Sonstiges 3,2
Keine Angaben 20,8

Haben Unternehmen ausreichend Schutz vor Spionage?

Ein gewisses Maß an Sicherheitsvorkehrungen hat heute bereits jedes Unternehmen.
Ein ordentliches Verschlusssystem für Türen und Fenster, eine Alarmanlage oder eine Firewall für die IT-Systeme gehören zum Standard.
Doch wie sieht es mit Schutz vor Spionage aus? Knapp 60 Prozent der Unternehmen sahen sich in der Umfrage von Corporate Trust ausreichend davor geschützt. Verwunderlich ist aber, dass nur 20,3 Prozent der Unternehmen angaben, auch über eine dementsprechende Sicherheitsorganisation zu verfügen, die diesen Schutz bewerkstelligen sollte. Zumindest gaben 41,3 Prozent an, dass es einen Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen gäbe (CT, 2007). Nach der Umfrage des „Gefahrenbarometers 2010“ hat sich diese Situation in den Unternehmen eher noch verschlechtert auf knapp 35 Prozent.

Bei knapp 60 Prozent der Unternehmen gab es dagegen niemanden, der sich um die Belange des Abhörschutzes kümmerte. In Anbetracht der Tatsache, dass bereits Mitte der 1990er-Jahre etwa eine halbe Million Abhöreinrichtungen in Deutschland vorhanden waren, wird hier eine Unterschätzung des Risikos deutlich.

Ausreichend Schutz vor Spionage
Prüfen Sie mit der Checkliste "Vorkehrung gegen Informationsabfluss", ob Sie ausreichend vor Spionale geschützt sind. 

Checkliste zum Download hier ...

Weitere Daten und Arbeitshilfen erhalten Sie in dem Handbuch: "Praxishandbuch Internationaler Know-how-Schutz.  Methoden - Instrumente - Lösungen" von Wurzer, Alexander - Kaiser, Lorenz.

Quelle: Praxishandbuch Internationaler Know-how-Schutz, Bundesanzeiger Verlagsges. mbH, Köln

Foto: © Mindwalker -- Fotolia.com

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