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Die neuen Incoterms 2010®

Am 20.09.2010 ist eine erneute Revision der Incoterms® unter dem Namen Incoterms® 2010 veröffentlicht worden, die am 01.01.2011 in Kraft treten wird. Diese Neuauflage trägt den gestiegenen Sicherheitsanforderungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr, der stetigen Bildung neuer Freihandelszonen und der verbreiteten Verwendung elektronischer Kommunikation Rechnung. 

In der Neufassung der Incoterms® 2010 sind vier Klauseln durch zwei neue ersetzt worden. Folgende Klauseln wurden obsolet: DAF – Delivered at Frontier, DES – Delivered ex Ship, DEQ – Delivered ex Quai und DDU – Delivered Duty Unpaid. DEQ wird nunmehr in den Incoterms® 2010 durch DAT – Delivered at Terminal und DAF, DES und DDU werden durch DAP – Delivered at Place ersetzt.

Einteilung der Incoterms®
Die derzeit aktuellste Fassung der Incoterms® 2000 ist in vier Klauselgruppen
und insgesamt 13 Klauseln unterteilt:

E-Gruppe
EXW – Ex Works
F-Gruppe
FCA – Free Carrier
FAS – Free Alongside Ship
FOB – Free on Board

C-Gruppe
CFR – Cost and Freight
CIF – Cost, Insurance and Freight
CPT – Carriage Paid to
CIP – Carriage, Insurance Paid to

D-Gruppe
DAF – Delivered at Frontier
DES – Delivered ex Ship
DEQ – Delivered ex Quai
DDU – Delivered Duty Unpaid
DDP – Delivered Duty Paid

Nach der Revision werden die Incoterms ® 2010 nicht mehr nach Klauselgruppen, sondern nach ihrer Anwendbarkeit im Hinblick auf Transportarten aufgeteilt sein. So enthalten die Incoterms® Klauseln, die für jede Transportart und auch den multimodalen Transport Anwendung finden, während einige Klauseln in ihrer Anwendung auf den See- und Binnenschiffsverkehr limitiert sind. Es ergibt sich daher im Rahmen der Incoterms® 2010 folgende Einteilung:

Klauseln für alle Transportarten
EXW – Ex Works
FCA – Free Carrier
CPT – Carriage Paid to
CIP – Carriage, Insurance Paid to
DAT – Delivered at Terminal
DAP – Delivered at Place
DDP – Delivered Duty Paid

Klauseln nur für den See- und Binnenschiffsverkehr
FAS – Free alongside ship
FOB – Free on board
CFR – Cost and Freight
CIF – Cost, Insurance and Freight

Auf der Grundlage dieser Einteilung soll nunmehr verhindert werden, dass Klauseln, deren Inhalte ausschließlich auf den Seeverkehr zugeschnitten sind, bei anderen Verkehrsarten angewendet werden.

Hinweis
Obgleich dies in der Vergangenheit in der Praxis häufig praktiziert worden ist, soll beispielsweise FOB nicht für den Luftverkehr Verwendung finden. 

Neuer Ort des Gefahrenübergangs bei FOB, CFR und CIF

In den Lieferklauseln FOB, CFR und CIF hatte der Verkäufer bislang alle Gefahren von Verlust oder Beschädigung der Waren so lange zu tragen, bis diese die Schiffsreling im Verschiffungshafen überschritten hatten. Diese Sichtweise entsprach allerdings nicht mehr den modernen Gegebenheiten, bei denen Waren nicht zwingend an einem Haken hängend über die Reling gehievt werden. 

Was der Gefahrenübergang in den neuen Lieferklauseln der Incoterms® 2010 vorsieht und weitere Neuerungen in den Incoterms®, erfahren Sie in dem Beitrag: „Die Incoterms® 2010. Revision der Lieferklauseln zum 01.01.2011“ von Dr. Nathalie Harksen, in: „Der Zoll-Profi!“, Ausgabe November 2010.

Quelle: Zeitschrift "Der Zoll-Profi",  Bundesanzeiger Verlagsges. mbH, Köln

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