ThemenübersichtMenü
AW-Portal
26.09.2018

Wachsende Belastung deutscher Unternehmen im Welthandelssystem

Von: C. Isken/Redaktion

Geschäftsmann stützt seine Hände in den Kopf

© © Rido

Wie aus dem jüngst veröffentlichten Außenwirtschaftsreport 2018 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervorgeht, leiden international tätige deutsche Firmen zunehmend unter dem Druck der globalen Handels- und Sanktionspolitik.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer stellt mit Blick auf den Report eine dramatische Entwicklung fest: „Das Welthandelssystem gerät immer mehr aus den Fugen. Die globale Handels- und Sanktionspolitik treibt die Belastungen für die international agierenden deutschen Unternehmen in immer neue, traurige Dimensionen.“

Zur Verunsicherung trage zum einen die Aussicht auf den Brexit bei, dessen mögliche Folgen für den Warenverkehr vielen Betrieben Sorge bereite. Zum anderen werfe vor allem die Politik der USA zahlreiche Fragen bei den Unternehmen auf. Sie betreffen etwa die Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Russland und den Iran auf die eigenen ökonomischen Interessen. Auch wegen des Handelskonfliktes zwischen China und den Vereinigten Staaten sowie insbesondere der neuen Zölle zwischen den USA und der EU herrsche erhöhter Klärungsbedarf darüber, inwieweit jeweils die eigenen Produkte betroffen seien.

Angesichts dieser vielfältigen Probleme wachse der Informationsbedarf bei den Unternehmen stark an, was sich laut DIHK-Report an der Rekord-Zahl von 413.000 im letzten Jahr erfolgten Firmen-Beratungen durch die Industrie- und Handelskammern ablesen lässt – eine rund 18-prozentige Steigerung seit dem Jahr 2010. 

Für zunehmende Handelshemmnisse spreche auch die steigende Anzahl von Handelsdokumenten, welche die IHKs im vergangenen Jahr ausgestellt haben. Ein IHK-Ursprungszeugnis beispielsweise belegt die Herkunft von Waren aus Deutschland und verhindert das Anfallen von Strafzöllen bei der Einfuhr in die USA oder in China. Mit 1,4 Millionen ausgestellter Ursprungzeugnisse im Jahr 2017 habe deren Zahl um 5,6 Prozent zugenommen – von erneut steigender Tendenz in diesem Jahr sei in Hinblick auf aktuelle Entwicklungen auszugehen.

Für den DIHK-Außenwirtschaftsreport 2018 wurden die 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland befragt, die für ihre Informationen auf jährlich knapp 538.000 Kontakte zu international agierenden deutschen Unternehmen zurückgreifen können. Der Report bietet eine „Einschätzung zum außenwirtschaftlichen Umfeld und zu Handelsbeschränkungen“ und wird vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag e. V. seit dem Jahr 2009 vorgelegt.

Quelle: www.dihk.de



PRODUKTEMPFEHLUNG

Ein-/Ausblenden

Warenursprung und Präferenzen

Handbuch und systematische Darstellung

Das Standardwerk für das Warenursprungs- und Präferenzrecht!

Preis: € 48,00

Zum Produkt

PRODUKTEMPFEHLUNG

Ein-/Ausblenden

UZK kompakt & praxisnah strukturiert

Unionszollkodex, Durchführungsverordnung, Delegierte Verordnung, Übergangsbestimmungen in systematischer Darstellung

Hier finden Sie Orientierung: Alle Rechtsakte zum Unionszollkodex in der direkten Zuordnung!

Preis: € 39,80

Zum Produkt

THEMENKATALOG 2019

Ein-/Ausblenden

IHRE ANSPRECHPARTNER

Ein-/Ausblenden
Team Außenwirtschaft Bundesanzeiger Verlag

Sie haben Fragen?

Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Jetzt kontaktieren.