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28.09.2018

Vorbildlich – CETA als Musterbeispiel für andere EU-Abkommen

Von: C. Isken/Redaktion

Geteilte Flagge: Halb Kanada, halb Europa

© sehenswerk.com
Foto: © sehenswerk - Fotolia.com

Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada ist vor gut einem Jahr vorläufig in Kraft getreten. Experten betonen den bedeutenden Stellenwert des Abkommens für deutsche Unternehmen.

So erklärt der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, CETA sei für die deutsche Wirtschaft von herausragender Bedeutung. „Neben seinen Erleichterungen für die im Handel und Investitionen mit Kanada verbundenen Unternehmen liefert das Abkommen einen Eckpfeiler der EU-Handelspolitik gerade mit Blick auf die USA und auf Großbritannien.“

Als bis dato modernstes EU-Abkommen habe CETA seit Inkrafttreten vor einem Jahr bereits eine spürbare Verbesserung des Marktzugangs in Kanada sowie die Erleichterung des bilateralen Handels bewirkt und diene somit als „ein Vorbild für andere EU-Abkommen“.

Allein im ersten Halbjahr 2018 sei das deutsch-kanadische Handelsvolumen um knapp 3 Prozent oder absolut um fast 200 Millionen Euro gestiegen – ein dreimal so hohes Wachstum wie der Handel mit Frankreich und den USA. „Das ist ein sehr guter Anfang in einem international aktuell schwierigen Handelsumfeld. Wir erwarten weiter hohe Zuwachsraten“, so der DIHK-Präsident.

Allerdings seien derartige Handelsabkommen nur als erster Schritt zu betrachten, dessen Umsetzung sich zudem als schwierig erweisen könne, wie aus Unternehmenskreisen verlaute. Dennoch müssten die EU-Länder gemeinsam mit ökonomisch bedeutenden Staaten wie Kanada und Japan sowie mit Mercosur (Gemeinsamer Markt Südamerikas) ein solches Signal gegen den fortschreitenden Protektionismus setzen – mit Vorbildfunktion für andere. 

Um den Firmen dabei mehr Unterstützung etwa in Hinblick auf Zollbestimmungen zu bieten, arbeite die EU-Kommission aktuell an Erleichterungen im Umgang mit komplexen Ursprungsregeln: „Diese bestimmen letztlich, ob man vom Abkommen profitieren kann“, so Schweitzer. „Es bleibt hier noch viel Luft nach oben. Klar ist, dass die EU-Handelsagenda sich nun stärker um die Umsetzung der Abkommen kümmern muss.“ 



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