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04.11.2018

Südafrika: Aussichtsreiche Marktsektoren für deutsche Unternehmen

Von: C. Isken/Redaktion

Flagge von Südafrika

Für international orientierte Unternehmen ist Südafrika ein wichtiger Markt und Produktionsstandort. Deutsche Hersteller sind in Südafrika nicht nur in der Kfz-Industrie erfolgreich, sondern auch in anderen Branchen, wie vor allem Chemie, Maschinenbau und Elektrotechnik.

Kfz-Industrie und Zulieferer

Südafrika gehört zu den großen Automobilländern der Welt. 2017 wurden rund 590.000 Fahrzeuge im Land am Kap hergestellt und 330.000 exportiert. Marktführer im Land ist die Volkswagen-Gruppe. Angelockt wurden die ausländischen Automobilhersteller nicht nur durch den florierenden Markt, sondern auch durch Anreize der Regierung. Das Entwicklungsprogramm Motor Industry Development Programme (MIDP), das seit 1995 läuft, wurde 2013 durch das Automotive Production Development Programme (APDP) ersetzt. Dieses fördert vor allem die Ausweitung der inländischen Produktion. Auch Zulieferer könnten davon profitieren, und zwar nicht nur die, die vor Ort sind.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Branchenverbands National Association of Automobile Manufactures of South Africa (NAAMSA): www.naamsa.co.za.

Maschinen- und Anlagenbau

Für die Autoproduktion im Land werden insbesondere deutsche Maschinen und Anlagen benötigt. Das gilt aber auch für andere Bereiche wie etwa Lebensmittelverarbeitung und Verpackungsindustrie. Da verstärkt in Infrastrukturprojekte investiert wird, gibt es Lieferchancen zudem in den Bereichen Transport, Energie, Wasser und Telekommunikation. Da die Regierung Erneuerungsinvestitionen im verarbeitenden Sektor insgesamt fördert, können dafür ebenfalls deutsche Maschinen nachgefragt werden. Außer Bergbaumaschinen ist im Land selbst kaum eine Maschinenproduktion vorhanden. Regelmäßig entfällt auf Maschinen und Ausrüstungen etwa ein Viertel der gesamten Importe Südafrikas.

Green Economy

Seit einigen Jahren ist auch die Abfallwirtschaft in Südafrika ein öffentliches Thema. 2011 erließ die Regierung gesetzliche Regelungen zur Mülltrennung und umweltfreundlichen Abfallbeseitigung. Privathaushalte und Produzenten sind da jetzt auch in der Pflicht. Von den dadurch entstehenden Investitionsprojekten könnten auch deutsche Unternehmen, die für ihre modernen Technologien bekannt sind, profitieren. Dies gilt auch für die Wiederverwertung (Recycling) von Abfall, z. B. von Papier und Plastik. Aber auch die Wasserwirtschaft steht vor großen, neuen Aufgaben. Leitungsnetze etwa müssen saniert und Kläranlagen neu gebaut werden.

Nähere Informationen siehe Website des Instituts für Abfallmanagement und des Branchenverbands Institute of Waste Management of Southern Africa: www.iwmsa.co.za.

Erneuerbare Energien

Obwohl in Südafrika der größte Teil der Energieversorgung durch Kohlekraftwerke mit günstiger im Land geförderter Kohle gedeckt wird, fördert die Regierung schon seit Längerem die Erzeugung erneuerbarer Energien. 2009 wurden Einspeisetarife für umweltfreundliche Technologien eingeführt. Seit 2011 wurden bereits mehrere Ausschreibungsrunden für Windenergieprojekte im Rahmen des so genannten Renewable Energy Independent Power Producer Procurement Programme (REIPPP) durchgeführt. Technologische Komponenten wie Windgeneratoren müssen importiert werden. Deutsche Firmen sind für ihre technologische Vorreiterrolle in diesem Sektor bekannt.

Beispiel: Erfolgreiches Beispiel eines deutschen Herstellers: Der Windanlagenbauer Nordex AG hatte nach eigenen Angaben in den beiden ersten Ausschreibungsrunden des REIPP einen Marktanteil von 24 Prozent erzielt. Im April 2018 hat das Unternehmen einen neuen Auftrag über die Lieferung von Turbinen für 147 Megawatt in dem 2019 neu zu errichtenden Windkraftwerk bei Laingsburg in der Provinz Western Cape.

Tipp: Zwischen der deutschen Bundesregierung und der südafrikanischen Regierung ist 2013 in Kapstadt eine Vereinbarung zur Begründung einer deutsch-südafrikanischen Energiepartnerschaft unterzeichnet worden. Schwerpunktthemen der Partnerschaft sind der Ausbau von erneuerbaren Energien und Stromnetzen, Energieeffizienz sowie Energieforschung. Auf Regierungsebene wurden entsprechende Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich in regelmäßigen Abständen in Deutschland oder Südafrika treffen. Privatfirmen können sich dort auch einbringen. 

Weitere Informationen zu Südafrika erhalten Sie in dem Beitrag: "Südafrika – Tor zum Kontinent" von Inge Hackenbroch, in: Export Plus (Online-Anwendung), Reguvis-Bundesanzeiger Verlag, Köln.



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